Zuhause in der Fremde
Zuhause in der Fremde

Gruppe Ocker

Studierende: Julia Wempen, Charlotte v. Harling, Inga Malin Peters

SchülerInnen: Munira Tarro (15J., Halab, Syrien), Shakib Feizi (15J., Afghanistan), Mehran (13 J., Afghanistan)
                       

Ausstellungsvorbereitung II

 

Freitag, den 11.07.2014

 

An diesem Tag treffen wir uns zum letzten Mal vor Ausstellungsbeginn in den Gruppen mit den Schülerinnen und Schülern. Aus diesem Grund haben wir vor, im ersten Teil des Tages gemeinsam mit den Jugendlichen Materialen für die Ausstellung auszuwählen. Zudem wollen wir überlegen, inwiefern wir diese in unserem zweidimensionalen Haus unterbringen bzw. zum Ausdruck kommen lassen möchten.

Des Weiteren planen wir an diesem Tag, die gemeinsam verbrachte Zeit revue passieren zu lassen. Dabei möchten wir alle unsere Eindrücke auf einem Blatt Papier schriftlich festhalten, indem wir unsere Gedanken jeweils in eine Ecke des Plakats schreiben und die anderen nach Belieben ergänzen können.

 

Im zweiten Teil des Tages schließen wir uns Gruppe Lila an und spielen zusammen das Spiel "Wikinger Schach".

 

 

REFLEXION

 

Im ersten Teil des Tages trafen wir uns, wie bereits im Voraus geplant, im Kunstraum, in welchem sämtliche im Projekt erarbeiteten Materialien gelagert wurden. Diese Materialien legten wir auf die großen Tische, damit wir einen Überblick erhalten konnten und auch Mehran, der noch nicht so lange bei uns ist, alle Arbeiten sehen konnte. Gemeinsam entschieden wir dann, welche Materialien wir als passend für die Ausstellung erachteten. Dabei bezogen wir die Wünsche von Mehran, Shakib und Munira ein, achteten dabei allerdings auch darauf, dass möglichst gleich viele Materialien von Shakib und Munira ausgestellt werden.

 

Während der Erarbeitung äußerte Mehran den Wunsch, die Leinwand der letzten Stunde zu beenden. Wir wunderten uns zunächst darüber, da wir der Auffassung waren, diese sei bereits fertig, freuten uns aber über Mehrans Mitarbeit und seinen Spaß am Zeichnen. Wir konnten wieder Mehrans Freunde an der Kunst beobachten, er war nicht zufrieden damit, lediglich die Flagge zu zeichnen, sondern verzierte die Leinwand zusätzlich mit Pflanzen und Blüten.

 

Die Reflexion des Projektes und unserer gemeinsamen Zeit nahmen wir nicht, wie zunächst geplant, schriftlich vor, sondern sprachen über besonders positive und vielleicht auch negative Unternehmungen/ Ereignisse. Besonders gefallen hat Munira und Shakib das gemeinsame Kochen. Dieser Tag war gekennzeichnet durch eine sehr fröhliche Stimmung, das Kochen und auch das Kennenlernen neuer Gerichte bereitete uns allen Spaß und gefiel uns. Ebenfalls positiv wurde das Sprayen von Graffitis zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit bewertet. Negativ aufgefallen ist den beiden/ dreien dagegegen nur wenig.

 

Zum Abschluss der Sitzung spielten wir Wikingerschach. Dies war zwar aufgrund der hohen Temperaturen anstrengend, stellte aber trotzdem einen schönen Abschluss des Tages dar.

 

Statistenarbeit

 

Freitag, den 20. Juni 2014

 

Materialien:

- Leinwand

- Acrylfarben

- Kamera

 

 

Für den kommenden Freitag planen wir zum Einen bei den Fotoshootings der Gruppe Gelb dabei zu sein, um als Statisten auszuhelfen; zum Anderen soll eine Leinwand mit unserem Gruppennamen für die Ausstellung angefertig werden.

 

In Parmidas inszenierter Fotografie wird besonders Shakib eine zentrale Rolle spielen, da er und Parmida in der Bergstraße (Innenstadt) abgelichtet werden sollen. Der Gedanke hinter Parmidas Foto ist, dass sich Junge und Mädchen in der Öffentlichkeit treffen können, ohne dass mit rechtlichen Konsequenzen besonders durch die Polizei gerechnet werden muss. Shakib wird dafür um 8.30 Uhr zusammen mit der Gruppe Gelb in die Innenstadt fahren. Wir anderen werden erst zu um 11.30 Uhr für Gracias Fotoshooting dazustoßen.

 

Bevor wir in die Stadt fahren, möchten wir mit Munira und Mehran eine Leinwand mit unserem Gruppennamen für die Ausstellung bemalen. Dafür werden Acrylfarben und Pinsel mitgebracht.

 

Reflexion

 

Das ursprünglich geplante Shooting mit Parmida und Shakib ist leider aufgrund kleinerer Schwierigkeiten zwischen den beiden nicht zustande gekommen. Dafür ist Flavius spontan eingesprungen, sodass Shakib ebenfalls am Gestalten der Leinwand teilnehmen konnte.

 

Die Leinwand thematisierte nicht wie ursprünglich geplant unseren Gruppennamen, da dieser unabhängig für die Ausstellung einheitlich gestaltet wird, sondern zeigt nun die verschiedenen Flaggen der Heimatländer unserer Gruppenmitglieder. Unterstützt wurden Shakib, Mehran und Munira von Sulaffa (Gruppe Lila) und Mirjam (Gruppe Gelb).

Da Mehran und Shakib zwar viele Jahre lang in Teheran im Iran gelebt haben, aber ursprünglich in Afghanistan geboren sind, zeichneten und malten sie die Länderumrisse Afghanistans und füllten diese in den Farben der Flagge aus. Munira (und ebenfalls Sulaffa) kommen aus Syrien, bezeichnen sich selber aber auch als Kurden. Sie äußerten daher den Wunsch beide Flaggen zu malen. Auf der Leinwand sind nun die afghanische, die deutsche, die kurdische, sowie die syrische Flagge zu sehen.

Alle fünf waren sehr engagiert dabei und besonders Mehran bemühte sich, das auf der afghanischen Flagge gezeichnete Emblem so präzise wie möglich vorzuzeichnen.

 

Um kurz nach elf Uhr fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt, um als Statisten für Gracias Foto dabei zu sein. 

Dort angekommen steckte die Gruppe Gelb gemeinsam mit der Fotografin Bonnie schon mittendrin in den Vorbereitungen.

Unsere Aufgabe als Statisten war es schließlich 'bummelnde' Menschen in der Einkaufspassage (Herbartgang) nachzustellen. Da das Foto mit Langzeitbelichtung arbeitet, musste anfangs erst einmal damit rumexperimentiert werden, welche Laufgeschwindigkeit der 'Passanten' am besten funktionierte. Alle Teilnehmenden waren sehr geduldig und weitestgehend konzentriert bei der Sache. Nach ca. 45 Minuten waren mehrere gute Bilder entstanden, sodass wir abschließend der Gruppe Gelb dabei halfen, die Requisiten (Tisch und Stühle) zurück zum Patio zu bringen.

 

 

Ausstellungsvorbereitung I

 

Freitag, den 13.06.2014

 

Nachdem wir letzte Woche erfolgreich die finalen Fotos von Munira, Shakib und Mehran gemacht haben, möchten wir diesen Freitag damit beginnen die Ausstellung vorzubereiten.

 

Bevor wir dies jedoch tun, wurden wir von der Gruppe Gelb gefragt, ob Shakib eventuell als Akteur mit auf Parmidas Foto, welches am 20.06.2014 stattfindet, kommen könnte. Wir sprachen Shakib in den letzten Wochen schonmal darauf an, sodass wir morgen vormittag dies nochmals konkreter mit der Gruppe Gelb besprechen und durchgehen wollen würden. Dafür würden womöglich auch schon Bildpositionen und Herangehensweisen ausprobiert werden.

 

Anschließend würden wir gemeinsam mit den dreien die bereits angefertigten Materialien sichten und ein paar Ideen sammeln, wie wir unsere Gruppe bei der Ausstellung präsentieren könnten.

 

In diesem Zusammenhang würden wir gerne daraufhin in die Stadt ins Kulturzentrum PFL fahren, um uns die Räumlichkeiten für die Ausstellung anzuschauen, um fein besseres Vorstellungsvermögen bezüglich des Platzes vor Ort entwickeln zu können.

 

Falls es die Zeit und das Wetter dann noch zulässt, würden wir, wie schoneinmal geplant, in den Schlosspark fahren und dort eine Partie Wikingerschach spielen.

 


Reflexion

 

Der heutige Tag gestaltete sich im ersten Teil sehr spaßig und produktiv, während wir mit unserer Ausstellungsplanung leider nicht viel weiter kommen konnten. Zunächst  setzten wir uns mit Gruppe Gelb zusammen, um gemeinsam an der Inszenierung von Parmidas Foto arbeiten zu können. Bedauerlicherweise konnte Parmida heute nicht in der Schule sein, sodass die Probeaufnahmen ohne sie stattfinden mussten. Nichtsdestotrotz half die Übung Shakib, zu verstehen, worauf es den Gruppenmitglieder bei der Fotografie ankommt. Auf diese Weise übten wir verschiedene Positionen und Perspektiven, die mithilfe von Digitalkameras direkt eingefangen und im Anschluss im Kollektiv ausgewertet werden konnten. Insgesamt verlief dieses Probeshooting erfolgreich, da alle Beteiligten engagiert mitarbeiteten und ihre Ideen austauschten, welche daraufhin -wenn auch ohne die Hauptperson- schon einmal durchgespielt werden konnten.

 

Im Anschluss sichteten wir unsere im Laufe der letzten Monate angefertigten Materialien für die Ausstellung. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass wir bereits viele Plakate erstellt haben, die uns in den vergangenen Wochen dabei geholfen haben, den Ideen und Motiven für die finalen Aufnahmen Schritt für Schritt näher zu kommen. Nun gilt es herauszufinden, wie wir unseren Arbeitsprozess anschaulich in der Ausstellung präsentieren können. In diesem Zusammenhang war es uns wichtig, uns ein Bild von den Ausstellungsräumen zu machen, um den Aufbau und unser Konzept in der nächsten Zeit genauer planen zu können. Leider haben wir im PFL niemanden angetroffen, der uns die Räumlichkeiten zeigen konnte, sodass wir nach dem heutigen Besuch kaum neue Einsichten erhalten haben. Aus diesem Grund werden wir das PFL noch einmal aufsuchen und hoffen, dass die digitalisierten Raumpläne, welche Frau Akkermann uns zukommenlassen möchte, einen groben Einblick in die Raumeinteilung und den dort vorhandenen Platz ermöglichen.

 

Unser abschließender Weg führte uns zu den Wallanlagen, welche als potentieller Ausstellungsort für die Fotos im Großformat dienen könnten.

 

Final Countdown!

1. KLINKERBURG

8.30 Uhr: Abholung von Shakib, Mehran, Munira und Milad

9.00 Uhr: Treffen in der Klinkerburg

9.30 Uhr: Eintreffen der Fotografin

 

2. RUNNERS POINT

Eintreffen sobald das Fotoshooting in der Klinkerburg beendet wurde

 

Wir freuen uns auf einen erlebnis- und erfolgreichen Tag! :)

 

 

Endspurt!

 

 

Freitag, den 23.05.2014


 

 

 

 

 

1. SCHULE

 

- konkrete Nachstellung der Szene für Shakib und Mehran (Klassenraum)

- Checklisten für den Fototermin (Requisiten) erstellen- siehe unten

 

2. SCHLOSSGARTEN

 

- Spiel: Wikinger Schach (im Schlossgarten)

 

 

Fotoshooting 

Wann?  06.06.2014, 09.20 Uhr an der Schule

Termin 1: Munira „Klinkerburg“

Termin 2: Shakib  und  Mehran „Runners Point“

Munira

 

 

 

Shakib

 

 

 

Mehran

 

 

 

Julia

 

 

 

Charly

 

 

 

Inga

 

 

 

 

Reflexion:

 

Während unseres heutigen Treffens erstellten wir gemeinsam mit Munira, Shakib und Mehran eine Checkliste, worauf jeder notierte, wer welche Kleidung und Requisiten zum anstehenden Fototermin am 06.06.14 mitbringt.

Folgende Zuteilung ist dabei herausgekommen:

 

 

Munira   

(4 x kleine Teller + Salat)
4 x Plastikgläser
4 x Löffel
1 x Gericht (Reis mit Fleisch)

 

Shakib
Kurze Hose
Adidas Schuhe

 

Mehran
Blaue Hose
Schwarze Lederjacke

 

Julia   

Kamera

 

Charly   

Teppich
Großer Teller (silberne Platte)

 

Inga   

Kamera

 

Einige Requisiten müssen nächste Woche noch hinzugekauft werden, da diese besonders für Shakibs und Mehrans Foto noch fehlen.

Dazu gehören:

 

- 2 x weißes T-shirt (Größe S)

- 2 x Ketten (schwarz oder silber)

 

Nach Erstellen der Listen probten wir einige Aufnahmen für das Bild der zwei Jungs. Dies stellte sich anfangs etwas schwierig heraus, da das Klassenzimmer zwar schön bunt eingerichtet ist, dies jedoch nicht die richtige Kulisse hervorbrachte. Da das Wetter sehr regnerisch war und wir vor dem Fototermin doch verschiedene Perspektiven ausprobiert haben wollten, entschieden wir uns spontan dazu, den Besuch im Schlosspark zu verschieben, um nochmals zum "Runners Point" in der Oldenburger Innenstadt zu fahren.

Trotz erstmaliger Schüchternheit, überwanden sich die Jungs und probierten mit unserer Hilfe verschiedene Positionen und Perspektiven aus.

 

Abschließend besprachen wir noch kurz den genauen Ablaufplan für den Fototermin, welchen wir zu Anfang ebenfalls auf der Checkliste verschriftlichten:

 

Freitag, 06.06.2014

 

8:30 Uhr:            zwei Studentinnen bereiten Kulisse in der "Klinkerburg" vor

8:30 Uhr:            eine Studentin holt währenddessen die drei  von der Schule ab

8:30-9.30 Uhr:   Aufbai vor Ort in der "Klinkerburg"

9:30 Uhr:            Eintreffen der drei Statisten

9:45 Uhr:            Eintreffen der Fotografin Bonnie

 

Anschließend Kulissenwechsel zum "Runnerspoint" für das Foto der beiden Jungs.

 

Organisatorisches:

 

- Fotografin anrufen

- Requisiten einkaufen

- TV von Bente abholen (Montag, 02.06.14 zwischen 16 und 19 Uhr an der Uni)

- "Runnerspoint" sowie die "Klinkerburg" als Erinnerung einen Tag vorher anrufen

 

 

Endspurt...

 

Model me!

 

 

Freitag, den 16. Mai 2014

 

Für das heutige Treffen möchten wir eine kleine Modenschau mit Shakib und Mehran veranstalten, um verschiedene Posen für deren Bild auszuprobieren. Dafür werden wir einige Kleidungsstücke und Requisiten wie Lederjacken und Sonnenbrillen mitbringen und den beiden zur Verfügung stellen. Wir bleiben hierfür vorerst in der Schule, wobei wir im weiteren Verlauf nochmal in die Stadt fahren werden, um dort auch andere mögliche Orte aufzusuchen.

 

In der Stadt selbst planen wir nochmals zwei bestimmte Schuhläden aufzusuchen, da wir dieses bei unserem letzten Treffen leider aus Zeitgründen nicht mehr geschafft haben. Hierfür vorgesehen sind zum einen das Schuhgeschäft Laufrausch und zum anderen Runners point in der Innenstadt.

 

Ziel des heutigen Treffens ist es der Komposition des Fotos der beiden Jungen ein Stück näher zu kommen.

 

 


Reflexion


Bei der heutigen Besprechung vor unserem Treffen mit den Schülerinnen und Schülern ergab sich aus einem spontanen Gespräch mit unserem Mitstudenten Moritz, dass dieser gemeinsam mit seiner schwangeren Freundin bei der Fotografie von Munira mitwirken wird. Die beiden werden das am Tisch sitzende Paar in der Klinkerburg darstellen.

Unser heutiges Treffen begannen wir in einem der Klassenzimmer in der Schule. Wir gaben Shakib und Mehran unsere mitgebrachten Kleidungsstücke sowie mehrere Sonnenbrillen zur Auswahl, damit sie diese schon einmal anprobieren können. Dabei stellte sich heraus, dass nur eine der Jacken passte, sodass Mehran wahrscheinlich noch eine Jacke von zu Hause mitbringen wird. Mit der Kleidung fotografierten wir Mehran und Shakib, die vor der Tafel verschiedene Posen ausprobierten und sichtlich Spaß daran hatten. Aus der Situation heraus machten wir auch mehrere Gruppenfotos.

Im Anschluss daran fuhren wir, wie schon in der letzten Woche, in die Innenstadt, hielten jedoch vorher bei dem Geschäft "Laufrausch". Dort wollten wir nachfragen, ob wir in dem Geschäft das Foto von Mehran und Shakib machen könnten. Die dort anwesende Mitarbeiterin war dem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen, konnte uns jedoch keine Zusage geben, da wir zunächst mit dem Besitzer von "Laufrausch" sprechen sollten. Darum gab sie uns eine Visitenkarte, damit wir uns im Folgenden bei ihm melden können.
In der Innenstadt angekommen, machten wir uns auf den Weg in die "Klinkerburg", um noch einmal mit der Geschäftsleitung über den anstehenden Fototermin sowie Veränderungen, die gegebenenfalls vor Ort vorgenommen werden müssten, zu sprechen. Auch bei dieser Anlaufstelle erfuhren wir unterstützende Worte und die Zusage, unser Vorhaben, mit den vorhandenen Mitteln, bestmöglich zu fördern.
Daraufhin führte unser Weg zu "Runners Point". Wir hatten bereits im Vorfeld mit einigen Mitarbeitern und dem Chef sprechen und ihnen unser Projekt vorstellen können. Nun war uns daran gelegen, uns noch einmal in Erinnerung zu rufen und weitere Details besprechen zu können. Die Mitarbeiter dieses Geschäfts sind ebenfalls hilfsbereit einverstanden, ihre Räumlichkeiten sowie Artikel für das Foto der Jungen zur Verfügung zu stellen und leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zu unserem Vorhaben. Mehran und Shakib war in den zuletzt aufgesuchten Geschäftsräumen großes Interesse an der beachtlichen Auswahl an Sportschuhen anzusehen, sodass wir uns entschließen, unsere finalen Fotos dort aufzunehmen.


 

Erst die Arbeit- dann das Vergnügen


Freitag, den 09. Mai 2014


Nachdem wir mittlerweile sowohl für Munira als auch für Shakib und Mehran Fotomotive, die Auszüge ihrer jeweiligen Geschichten um ihr Leben und die Gewohnheiten in ihren Heimatländern sowie Kontraste in Deutschland aufgreifen, gefunden haben, möchten wir in der nächsten Sitzung unseren Fokus auf die weitere Konkretisierung der Ideen setzen.

 

Teil I

 

Hierfür werden wir zunächst das Setting von Muniras "Restaurantbesuch" genauer betrachten. In diesem Zusammenhang gilt es unter anderem vorest in der Schule alle benötigten Requisiten festzuhalten und zu klären, wo wir diese erhalten können, bevor wir mit mitgebrachten Beispielgegenständen die gewünschte Szene nachstellen.

 

Hierbei sind folgende Punkte zu klären:

 

- welche Personen sollen sich auf dem Bild befinden?

- welche Kleidung tragen die abgebildeten Personen?

- welche Perspektive soll genutzt werden, um das Foto aufzunehmen?



Teil II

 

Ein ähnliches Vorgehen ist im zweiten Teil der Sitzung geplant. Wir wollen gemeinsam als Gruppe in die Stadt fahren und für Shakib und Mehran die passende Location für ihr Foto ausfindig machen. In einem Vorgespräch mit dem Geschäftsführer eines Sportgeschäfts haben wir uns bereits über mögliche Aufnahmen in den Verkaufsräumen des Ladens erkundigt und möchten uns dort noch einmal gemeinsam umsehen. Weiterführend kommen gegebenenfalls auch weitere Geschäfte in Frage- wobei wir auf Wunsch der Jungs, auch die Schlosshöfe aufsuchen werden, da sie sich gerne dort aufhalten. Ferner können wir vor Ort mit Mehran und Shakib etwaige Posen nachstellen und Probefotos aufnehmen. Darüber hinaus werden wir ein orientalisches Geschäft in der Innenstadt aufsuchen und nach passenden Requisiten Ausschau halten.


Hierbei sind folgende Punkte zu klären:


- wo bekommen wir ein traditionelles Gewand für das Foto her?

- sind Probeaufnahmen auch in anderen Geschäften während der Öffnungszeiten gestattet?

- wie können wir den genauen Bildaufbau gestalten?

- welche Posen können Shakib und Mehran einnehmen?

 

 

Reflexion


Insgesamt betrachtet stellte sich die heutige Sitzung als äußerst produktiv und erfolgreich heraus, sodass wir alle das Gefühl hatten, uns den jeweiligen finalen Aufnahmen mit großen Schritten zu nähern. Darüber hinaus haben insbesondere Shakib und Mehran erfahren können, wie wir uns ihren Bildaufbau vorstellen- nachdem wir in den vorherigen Wochen vermehrt an Muniras Foto gearbeitet hatten.

 

Während des ersten Teils der Sitzung in der Schule nutzten wir die uns zur Verfügung stehende Tafelfläche des Unterrichtsraumes vollständig aus, indem wir aufschrieben, welche Requisiten etc. für die einzelnen Bilder benötigt werden bzw. wo diese zu beschaffen wären. Für Muniras Foto werden wir größtenteils auf Gegenstände (z.B. unterschiedliche Gläser, Teller etc.), die sich ohnehin in dem Restaurant befinden, zurückgreifen. Die für Syrien typischen Objekte, wie spezifische Teller oder Silberplatten, können von Munira und Charly organisiert werden. Im Hinblick auf die Personen, die sich mit auf dem Bild befinden sollen, muss dagegen noch geklärt werden, wer die Rolle des Paares am Tisch (Muniras Wunsch sind ein Mann und eine Frau um die dreißig Jahre) übernehmen wird. Darüber hinaus wird die vierköpfige "Familie" auf dem Teppich wahrscheinlich aus Thomas, Behice, Munira sowie Aram oder Milad bestehen.

Nachdem wir die Restaurantszene in der schuleigenen Caféteria nachgestellt und aus verschiedenen Positionen aufgenommen hatten, entschied sich Munira dazu, das Geschehen Anfang Juni aus der Vogelperspektive umgesetzt sehen zu wollen. Hierbei werden die Personen nicht frontal abgebildet, sondern aus einem Winkel, der den Blick auch auf die Umgebung richten und den Schauplatz offener erscheinen lässt.

Hinsichtlich der Planung von Mehran und Shakibs Foto sind wir ebenfalls weiter vorangeschritten. Was die gewünschte Kleidung der Jungen betrifft, haben wir sehr genaue Vorstellungen sammeln können und sind in außerdem der günstigen Lage, einige Kleidungsstücke über Julias Kontakte auszuleihen. Für die Teile, die gegebenenfalls käuflich erworben werden, müssten wir noch einmal Rücksprache bezüglich des zur Verfügung stehenden Budgets halten. Was die (für den Hintergrund benötigten) Sportschuhe wie auch die entsprechende Kleidung betrifft, möchten wir -wenn möglich- die ohnehin in dem Ladengeschäft vorhandenen Artikel verwenden.

 

Besonders viel Glück hatten wir auf der Suche nach traditionellen Gewändern in der Innenstadt zum Ende unseres Treffens. Der Geschäftsführer eines indischen Bekleidungsgeschäfts Gecko Kaleido sagte uns seine Hilfe zu, sodass wir Anfang Juni kostenlos einige Kostüme ausleihen und fotografieren dürfen.

 

Mit so viel bedingungsloser Unterstützung hätten wir nicht gerechnet und bedanken uns ganz herzlich im Voraus!

 

Wiedersehen nach der (Frühjahrs-/Osterpause)

 

Freitag, den 25. April 2014

 

Das erste Treffen nach der langen Unterbrechung durch die Semester- und Schulferien gestaltete sich kurz, aber dennoch sehr bereichernd und effektiv. Wir hießen zu Beginn ein neues Gruppenmitglied herzlich willkommen. Mehran ist 13 Jahre alt und seit ungefähr sechs Wochen neu in der Sprachlernklasse 2 an der Oberschule Eversten. Er kommt ursprünglich aus Afghanistan und spricht persisch, sodass Shakib und er sich auf ihrer Muttersprache sehr gut verständigen können und Shakib zwischen Mehran und uns anderen gut vermitteln kann. Um Mehran in unser Projekt einzuweihen, fassten wir unser Projekt erstmal auf deutsch kurz zusammen, sodass Shakib es anschließend für Mehran übersetzen konnte.

 

Die finale Idee für Muniras Foto ist bisher schon sehr konkret. Es wird in der Klinkerburg am Bahnhof in Oldenburg stattfinden und wird den Kontrast der Esskultur Syriens und Deutschlands thematisieren. Um Muniras Idee zu verfestigen, zeigten wir ihr mehrere Aufnahmen in Restaurants, welche sich in Licht- und Kameraeinstellungen unterschieden. Außerdem schauten wir uns daraufhin nochmals die gemachten Aufnahmen in der Klinkerburg an, um die Einstellungen zu vergleichen und Möglichkeiten auszuloten. Munira äußerte außerdem den Wunsch, einen kleinen Fernseher im Bild zu integrieren, da dieser in ihrer Familie fester Bestandteil während des Essen ist.  

 

Shakibs Foto hingegen war bis zu unserem heutigen Trefen noch etwas ungewiss. Bei dem letzten Treffen in der Projektwoche stellte sich vermehrt heraus, dass Shakib sich sehr für markenbewusste Mode interessiert, sodass wir bei unserem heutigen Treffen uns spezieller auf Ideen bezüglich Kleidung und Schuhen zu konzentrieren versuchten. Dies fand sehr gut Anklang nicht nur bei Shakib, sondern auch bei Mehran. Shakib zeigte uns sogar ein selbstgemachtes Foto, welches ihn und einen Freund abbildete, wie sie sich in lässiger Pose bei den Schlosshöfen abbildeten. Mitgebrachte Modemagazine schienen Mehran und Shakib sehr zu inspirieren, da sie in angeregter Unterhaltung die Kataloge durchblätterten und bestimmte Kleidungsstücke und Schuhe zu markieren, die ihnen persönlich gefiel. Mehran zeichnete uns auf Nachfrage nebenbei ein traditionelles afghanisches Gewand, sodass wir in Hinblick auf das Foto die Kleidungsfreiheit und Markenvielfalt hier in Deutschland thematisieren wollen. Beide Jungen sagten uns, dass es in Afghanistan nicht üblich sei, sich so modebewusst ablichten zu lassen und sie es genießen hier so frei darüber entscheiden zu können. Orte für die Shakibs und Mehrans Foto könnten zum einen die Gaustraße, der Lappan, oder auch die Schlosshöfe sein. Zu sammeln wären dafür bestimmte Kleidungsstücke und verschiedene (Turn-)Schuhe.

 

Wir freuen uns sehr darüber, dass Mehran in unsere Gruppe gekommen ist, da er und Shakib schon sehr gut befreundet zu sein scheinen und Shakib und er sich sehr motiviert um Ideen für das finale Foto ergänzt haben.

 

Beim nächsten Treffen mit den Drei planen wir nochmals konkret die Klinkerburg zu besuchen, um Requisitenstandorte und Kameraeinstellung zu proben, sowie ausgewählte Orte in der Stadt aufzusuchen, um mögliche Settings für die Jungen auszuprobieren. 

 

Hier & Dort: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Heimat

 

Freitag, den 24. Januar 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil I (ca. 1/2h)

 

Materialien:

 

- Beispielbilder inszenierter Fotografien

- ausgedruckte Fotos von der letzten Sitzung (17.01.2014)

- bunter Tonkarton

- Kleber

- Scheren

- Stifte

 

Ablauf:

 

Mit den ausgedruckten Fotografien der vergangenen Sitzung und mithilfe der inszenierten Bilder, erstellen wir gemeinsam mit Munira und Shakib ein Plakat, welches gegebenenfalls für die anstehende Ausstellung genutzt werden kann. Für die einzelnen Bilder beziehungsweise Themen können Titel auf Deutsch sowie auch auf Arabisch/Persisch ausgedacht und schriftlich festgehalten werden.

 

Teil II (ca. 1h)

 

Materialien:

 

- fiktive ausgedruckte Wohnungs-/Zimmergrundrisse (DIN A4)

- weißer Tonkarton

- verschiedene Stifte

- Lineale

 

Ablauf:

 

Da Shakib und Munira beim letzten Mal von ihrem jetzigen Zuhause in Oldenburg erzählt haben, greifen wir dies in der heutigen Sitzung nochmal auf.

Um die unterschiedlichen Lebenswelten von den beiden näher kennenzulernen, wollen wir die Grundrisse ihrer Wohnungen/Zimmer in ihrem neuen Zuhause denen in ihren jeweiligen Heimatländern zeichnerisch gegenüberstellen und darüber sprechen. Anschließend zeichnen wir einen dritten Grundriss, welcher unsere Wunschzimmer inklusive der entsprechenden Einrichtungsgegenstände mit aufführt.

 

Teil III (ca. 1h)

 

Materialien:

 

- Digitalkameras

 

Ablauf:

 

Gemeinsam wollen wir mit Munira und Shakib einen nahegelegenen Supermarkt aufsuchen (*), um herauszufinden und fotografisch festzuhalten, welche Lebensmittel oder alltägliche Haushaltswaren es nur in Deutschland gibt oder aber (auch) in den jeweiligen Heimatländern. Mögliche Aufgabenstellungen könnten in diesem Zusammenhang sein:
- Suche die Zutaten, die du für dein Lieblingsgericht benötigst.

- Fotografiere etwas, das du gar nicht kennst.

- Fotografiere etwas, das du gar nicht magst.

- Fotografiere etwas, das es nicht in deinem Heimatland gibt.

 

(*) Da sich herausstellte, dass das Fotografieren im Einkaufsladen nicht gestattet ist, werden wir diese Übung anhand von entsprechenden Abbildungen bzw. Supermarktprospekten durchführen.

 

Im Anschluss schauen wir uns die Bilder nochmal an (und verbinden dies mit Muniras mitgebrachtem Essen aus ihrer Heimat).

 

 

 

Reflexion:

 

In dem ersten Teil der Stunde schauten wir uns, wie geplant, die Fotografien unseres letzten Treffens an. Da jedoch in der kurzen Zeit noch nicht alle Bilder vorhanden waren/ nicht rechtzeitig entwickelt wurden, erstellten wir die Plakate lediglich mit den vorhandenen Fotografien. Wir hoffen, sie in einem der nächsten Treffen noch vervollständigen zu können. Besonders hervorgetreten ist in dieser Phase, dass Munira und Shakib stolz auf die Arbeiten waren.

 

Der zweite Teil des Tages, in dem Munira und Shakib die Grundrisse ihrer Wohnungen in Oldenburg und ihrer Wohnungen in ihren Heimatländern zeichnen sollten, waren sehr aufschlussreich. Um den beiden die Arbeit etwas einfacher zu machen, zeichneten auch wir die Grundrisse unserer Zimmer/ Wohnungen. In Muniras Fall erfuhren wir daraufhin beispielsweise, wo sich ihre Famile in ihrem Haus in Syrien zumeist aufhielt und wie das Haus aufgeteilt war. Zudem hielten sie dort viele Schafe und schliefen im Sommer alle gemeinsam draußen.

 

Da wir nach dieser Arbeit alle gespannt waren, was Munira und ihre Mutter für uns vorbereitet hatten, entschlossen wir, schon jetzt zu essen. Sie hatte Taboulé mitgebracht, einen Salat, den sie oft zu Hause essen. Es schmeckte uns allen sehr gut und wir gaben Munira für ihre Mutter einen kleinen Bogen Papier mit den Worten "Danke-es hat uns allen sehr geschmeckt" mit.

 

Das letzte Vorhaben dieses Tages hatten wir spontan umgeändert, da wir in den Supermärkten nicht fotografieren durften. So hatten wir also diverse Möbel- und Lebensmittelzeitschriften mitgebracht, um Plakate zu erstellen. Unterteilen wollten wir diese Plakate in Dinge, die die beiden kannten oder nicht kannten sowie mögen oder nicht mögen. Dabei stellten wir fest, dass sie die meisten Lebensmittel bereits aus Syrien/Afghanistan kannten und die Unterschiede nicht so groß waren, wie wir zunächst vermuteten.

Taboulé

Bühne frei!

 

Freitag, den 17. Januar 2014

 

Materialien:

 

- verschiedene Requisiten (Lampe, Geschirr, Fernbedienung...)
- Beispielbilder inszenierter Fotografien

 

 

Ablauf:

 

Theoretischer Teil

Zu Beginn schauen wir uns gemeinsam mit Shakib und Munira Beispiele inszenierter Fotografien an. An dieser Stelle geht es uns darum herauszustellen, dass die unterschiedlichen Räume und dargestellten Objekte, Personen etc. und deren Anordnung nicht zufällig, sondern detailliert geplant wurden.

 

Praktischer Teil
Aufgabe ist es mithilfe verschiedener Requisiten unterschiedliche Orte in Szene zu setzen. Hierbei geht es darum, ein Verständnis darüber zu entwickeln, wie ein Ort mit einfachen Mitteln verändert werden kann. Zunächst sollen Shakib und Munira ihre Fotos lediglich mit den mitgebrachten Requisiten inszenieren. Im zweiten Schritt können sie selbst Teil des Bildes werden und unterschiedliche Rollen einnehmen. Im Anschluss besprechen wir die Bilder kurz und werden die Fotos zum nächsten Treffen in ausgedruckter Form mitbringen, um diese in Form von Fotoreihen auf Plakaten festhalten zu können.

 

Wenn wir im Anschluss daran noch genügend Zeit haben, spielen wir mit Munira und Shakib noch ein Pantomime- Spiel, bei dem wir verschiedene Szenen oder Handlungen nachstellen.

Hausaufgabe: Munira und Shakib bekommen jeweils eine Einwegkamera und sollen zur nächsten Sitzung bestimmte Orte und Dinge aus ihrem Umfeld und Alltag festhalten.


Mögliche Aufgabenstellungen, die ihnen dabei helfen können:
- Fotografiere den gedeckten Esstisch.

- Fotografiere den Eingangsbereich der Wohnung.

- Fotografiere den Ausblick aus deinem Fenster.
- Fotografiere einen Ort, an dem du dich gerne aufhälst.

- Mache ein Familienfoto.

 

Mit den entwickelten Fotos werden wir in der Projektwoche weiterarbeiten.

 

Reflexion:

 

Das Zeigen von ausgewählten Bildern, welche durch bestimmte Requisiten in Szene gesetzt wurden, stellte sich als sinnvolle, aber gleichzeitig auch kurze Einführung heraus. Was hiermit festgehalten werden sollte, wurde nur kurz angesprochen, jedoch im praktischen Teil auch wieder aufgegriffen.

 

Wir entschlossen uns an diesem Tag spontan mit Shakib und Munira in die Innenstadt zu fahren, um verschiedene Orte und damit auch breitere Möglichkeiten für Szenerien aufzusuchen. Das Inszenieren eines Ortes begannen wir dafür zunächst in der Schulcaféteria, um den beiden ein erstes Gefühl zu vermitteln, worauf wir im weiteren Verlauf hinarbeiten wollen. Dafür breiteten wir gemeinsam alle Requisiten auf einem der Tische aus und erteilten den beiden die Aufgabe einen weiteren Tisch zu decken und damit zu inszenieren. Nach erster Unsicherheit, begann Munira recht zügig und gezielt, verschiedene Gegenstände auf dem Tisch zu drapieren. Shakib brauchte ein paar animierende Worte, um an der Aufgabe teilzunehmen, jedoch begann auch er besonders in Hinblick auf das Besteck, dieses in einer ganz bestimmten Weise anzuordnen. Anfangs schien der Tisch sehr alltäglich gedeckt zu sein. Nach Entdecken der Luftschlangen entwickelte sich der Tisch jedoch nach und nach zu einer Art Geburtstagstisch mit Kerzen.

 

Dieses "Tischdecken" verfolgten wir später auch auf dem Weg und auch in der Stadt selbst weiter. Wir drapierten beispielsweise zwei Sitzmöglichkeiten an einer Bushaltestelle sowie einen Eingangsbereich in der Fußgängerzone der Innenstadt. Anfangs schien es den beiden etwas unangenehm zu sein, so etwas "Ungewöhnliches" in der Öffentlichkeit zu tun. Als sich jedoch beim ersten Inszenieren an der Bushaltestelle ein wartender Mann sogar bereiterklärte fürs Foto sitzen zu bleiben und mitzumachen, schien sich die Peinlichkeit bei den beiden zu legen.

Der erste Anlaufpunkt befand sich in der Nähe des Theaters. Wir beschäftigten uns länger mit einer Parkbank und der kleinen roten Lampe, sowie mit der auf einem Sockel platzierten Büste von Robert Bültmann und einer orangefarbenen Decke. Besonders das "Verkleiden" der Büste inspirierte erstmals Shakib und im Verlauf dann auch Munira. Shakib stellte sich spontan und ohne Anweisung hinter die umhüllte Skulptur und streckte seine Arme nach vorne, sodass diese von vorne nach den Armen des Herrn Bültmann aussahen. Versteckt hinter der Skulptur experimentierte Shakib mit verschiedenen Gestiken. Munira kam daraufhin spontan auf die Idee, Shakib zwei weitere Gegenstände in die Hände zu geben. In der Rechten hielt der "neue" Herr Bültmann somit eine Tasse und in der Linken eine Fernbedienung. Weitere Requisiten wie Teller und Besteck wurden noch andersweitig in Szene gesetzt. So wurden Gabel und Löffel beispielsweise in die Löcher eines kleinen Gullis gesteckt und besonders nah vom Boden aus fotografiert. Teller und Gabel wurden ebenfalls wie ein Brief in den Schlitz eines Briefkastens gestellt.

Besonders Munira begann zum Ende hin verschiedene Orte und Requisiten auszuprobieren. Als die Glocken der Kirche läuteten, fragte sie beispielsweise, ob wir dort hinein gehen könnten. Dies taten wir auch, jedoch wurde dort zu dem Zeitpunkt gerade eine Andacht gehalten, sodass wir nur in den Vorraum hineingehen konnten.

 

Insgesamt war dieser Ausflug in die Stadt für alle sehr inspirierend und abwechslungsreich. Es bot besonders uns Studierenden die Möglichkeit die beiden in einem anderen Rahmen außerhalb der Schule zu beobachten und kennenzulernen. Die verschiedenen Orte waren hilfreich, um den beiden zu verdeutlichen, dass die mitgebrachten Requisiten außerhalb ihres ursprünglichen Nutzens verwendet werden und einen neuen Rahmen bekommen können.

 

 

Tischdecken in der Schulcaféteria
Die etwas andere Post
Der "neue" Robert Bültmann

 

Picture me!


Freitag, den 10. Januar 2014

 

Teil I

 

Materialien:

 

- Weltkarte

- Faden

 

 

 

Ablauf:

 

Zunächst schauen wir uns gemeinsam eine Weltkarte an und markieren alle unsere Heimatstadt. Mit einem Bindfaden verbinden wir die Heimatstädte mit Oldenburg und schätzen die zurückgelegten Kilometer.

Zu erkennen wird sein, dass wir aus unterschiedlichen Ländern und Regionen kommen und wir jedoch nun alle in Oldenburg zuhause sind.

 

Teil II

 

Materialien:

 

- Digitalkameras

 

Ablauf:

 

Bevor wir mit den beiden praktisch fotografieren, planen wir eine kleine, mündliche Einführung in die Technik der Kamera, damit die Arbeit bei den nächsten Treffen leichter fällt. Verschiedene Einstellmöglichkeiten können hier ausprobiert werden.

 

Anschließend gehen wir gemeinsam durch die Schule als auch über den Schulhof und suchen nach Orten, an denen sich die beiden öfters aufhalten und mit denen sie etwas verbinden. Die Orte sollen nicht nur alleine festgehalten, sondern auch belebt werden, in Form von "Was kann man an diesem Ort alles machen?".

Hilfreich dabei können kleine und spielerische Übungen sein, in denen sich die beiden beispielsweise im Bild hinter einem Objekt verstecken oder sich nur teilsweise zeigen.

 

Nach dieser freien und experimentellen Phase kommen wir noch einmal zusammen, um uns die Bilder auf dem Laptop anzuschauen und zu besprechen.

 

Ziel ist es ein erstes Gefühl für das Fotografieren zu entwickeln und einen Ort fotografisch zu erfassen, ihn aber auch durch Beisein zu verändern.

 

 

 

Reflexion:

 

Nachdem wir uns in unserer Gruppe zusammengefunden hatten, tauschten wir uns zu Beginn der vergangenen Sitzung über unsere Ferien aus und sprachen darüber, wie wir Weihnachten beziehungsweise Silvester verbracht haben.

 

Daraufhin begannen wir auf unterschiedlichen Landkarten unsere Heimatorte zu suchen. Für Deutschland hatten wir eine kleine separate Karte vorbereitet, um Shakib und Munira zu zeigen, dass auch wir Studierenden nicht aus Oldenburg stammen. Shakib und Munira erhielten außerdem jeweils eine Karte von ihrem Heimatland, welche sie auf ihr zuvor angefertigtes Profil (vom 13.12.2013) klebten und dieses somit um einige Informationen erweiterten.

Auf der großen Weltkarte konnten wir im Anschluss alle gemeinsam unsere Heimatländer markieren und die Kilometer zwischen dem Geburtsland und dem „neuen Zuhause“ schätzen. In diesem Zusammenhang markierte beispielsweise Shakib noch weitere Städte, in denen er sich auf seinem Weg nach Deutschland aufgehalten hatte und auf diese Weise erfuhren wir auch, mit welchen Fortbewegungsmitteln die beiden nach Oldenburg gekommen sind und welche Strecken sie dafür zurück gelegt haben.

 

Im zweiten Teil des Vormittages erklärten wir Shakib und Munira zunächst, welche Kameraeinstellungen für die nachfolgende Übung hilfreich sein könnten, ehe die beiden ihre Aufgaben bearbeiten konnten. Hierbei stellte sich schnell heraus, dass weder Shakib noch Munira Schwierigkeiten mit der jeweiligen Bedienung der Kamera hatten, sodass wir uns zügig in den Räumen des Schulgebäudes sowie auf dem Pausenhof verteilen konnten. Um nicht rein wahllose Fotografien zu erhalten, gaben wir den beiden kleine Zettel mit auf den Weg, auf denen kurze Anweisungen wie zum Beispiel „Fotografiere eine schwingende Schaukel“ zu lesen waren. Die Anweisungen wurden gemeinsam im Vorfeld besprochen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Nachdem Shakib und Munira die Aufgaben ausgeführt hatten, entwickelte sich eine Art Eigendynamik, sodass neben den ersten Aufnahmen von bestimmten Objekten, viele schöne Schnappschüsse und Gruppenbilder entstanden sind. Hierbei wurden zunehmend die Gruppenmitglieder in die einzelnen Aufnahmen integriert, indem häufig jedoch nur Körperteile zu erkennen sind. Zum Abschluss, schauten wir uns die Bilder im Nachhinein auf dem Laptop an.

 

LEBKUCHENHAUS

 

Freitag, den 13. Dezember 2013

 

Teil 2

 

 

Materialien:

 

-Lebkuchen-Bausätze

-Gummibärchen

-Smarties/ Streusel

-Puderzucker

 

Ablauf:

Für das Thema "Unser Zuhause" während des zweiten Teils unseres heutigen Treffens bereiten wir eine Sammlung verschiedener Zeichnungen von Häusertypen vor. Die Gruppenmitglieder können sich den Häusertypen entsprechend ihren letzten, ihren jetzigen und ihren zukünftig gewünschten Häusern/Wohnungen zuordnen und zeichnerisch ergänzen oder beschriften.

 

Abschließend bauen wir zusammen Lebkuchenhäuser, die nach den eigenen Vorstellungen und mit verschiedenen Dekorationen verziert werden und am Ende des Tages als "Knusperhäuschen" mit nach Hause genommen werden können.

 

 

Reflexion:

 

Zu Beginn stellten wir uns alle noch einmal vor, um zu sehen, ob die TeilnehmerInnen unsere Namen noch kannten sowie Julia vorzustellen, die beim letzten Termin nicht dabei sein konnte.

 

Nachdem wir uns dann auf die Räume der Schule aufteilten, begannen wir damit, die Profile der Gruppenteilnehmer auf Plakate zu zeichnen, diese dann auszuschneiden, auf ein zweites Plakat zu kleben und dann mit den Spraydosen, die wir schon in der letzten Sitzung benutzt haben, nach draußen zu nehmen und schließlich zu besprühen. Dies funktionierte sehr gut, da die TeilnehmerInnen sich bereits gut mit den Spraydosen auskannten.

 

Während die Profile trockneten, begannen wir damit, uns den Wohnverhältnissen der TeilnehmerInnen im Gespräch und durch Zeichnungen zu nähern. Shakib und Munira erzählten beide, dass sie zum Beispiel schonmal in einem großen Zelt geschlafen hätten und ein "Sand"-Iglu schon einmal gesehen hätten. Beide wohnen im Moment in einem Hochhaus und äußerten, dass sie ein richtiges Haus besonders schön fänden. Auf Grundlage der Aussage, dass die TeilnehmerInnen ein Haus als besonders schön ansahen, erklärten wir, dass wir jetzt ein essbares Haus bauen wollten.

 

Da sowohl wir als auch die TeilnehmerInnen noch nie ein Lebkuchenhaus gebaut haben, mussten wir uns alle ausprobieren. Obwohl das Bauen allen Spaß machte, war es teilweise problematisch, da das Trocknen der Lebkuchenhäuser unerwartet viel Zeit in Anspruch nahm. Trotzdem gelang dies am Ende sehr gut und vor allen Dingen das Dekorieren der Häuser bereitete Spaß und bot den Raum für weiteres Kennenlernen. Munira nahm am Ende der Zeit sogar weitere Materialien mit nach Hause um ein weiteres Haus mit ihren Geschwistern zu bauen.

 

Abschließend füllten wir die zu Beginn der Zeit gesprayten Profile mit unseren Namen, unseren Geburtsdaten, unseren Eigenschaften oder mit besonderen Filmen, Musikern und Ähnlichem. Dabei schrieben Munira und Shakib viele Begriffe auf Persisch, Kurdisch und Arabisch und zeigten uns, wie man unsere Namen und andere Worte in deren Muttersprache schreibt und ausspricht. Besonders das Übersetzen machte den beiden Spaß. Auch für uns war es eine neue Erfahrung in die Rolle der Lernenden zu schlüpfen.

 

 

Häusertypen
Profile
Lebkuchenhäuser

 GRAFFITI-SCRABBLE

 

Freitag, den 29. November 2013


Materialien: 

 

- Spraydosen (versch. Farben)

- Buchstabenschablonen

- Graffiti-Stilvorlagen

- Leinwand

- Tonkarton (versch. Farben)

 

Ablauf:

 

Jedes Gruppenmitglied erhält ein Set seiner Namensbuchstaben. Gemeinsam als Gruppe legen wir unsere Namen auf die Leinwand. Wir legen sie so, dass sich gemeinsame Buchstaben unserer Namen kreuzen und dadurch miteinander verbunden sind. Daraufhin sprayen wir dieses "Namens-Scrabble" auf die Leinwand. In die einzelnen Buchstaben schreiben wir Wissenswertes über uns wie beispielsweise Geburtsort, Geburtstag, Hobbies usw.

Nach dieser Gruppenaktion kann jeder ein eigenes Graffiti auf buntem Tonkarton erstellen und mit nach Hause nehmen. 

 

 


Mögliche Skizze:

 

J

U

             C  H  A  R  L  Y

I

         M  U  N  I  R  A

                      N

                      G

             S  H  A  K  I  B

 

 


Reflexion:

 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, begannen wir mit dem Legen unserer Namen, welches einige Anläufe gebraucht hat, da die Buchstabenschablonen für die Leinwand fast ein wenig zu groß waren. Jedoch ergab sich schließlich doch ein schönes "Scrabble," welches wir dann befestigten und draußen mit ausgewählten Farben besprühten.

 

Während die Leinwand trocknete, fanden wir genügend Zeit, um unsere eigenen Schablonen mit Hilfe der Stilvorlagen zu zeichnen und auszuschneiden. Auf buntem Tonkarton sprühten wir schließlich auch diese individuellen Namensschriftzüge draußen an, welche nach dem Trocknen beim nächsten Mal mit nach Hause genommen werden können.

 

Besonders das gemeinsame Erstellen der Leinwand erwies sich als gelungener Einstieg, und ermöglichte in einer ungezwungenen Atmosphäre das Lernen unserer Namen und gleichzeitig das kreative Vertrautmachen untereinander.   

 

Trotz sprachlicher Barrieren gelang es die Aufgaben gut zu vermitteln. Vor allem während der Bastelaktivitäten ergaben sich aus eigenem Antrieb persönliche Gespräche, welche am Anfang unserers nächsten Treffens nochmals aufgegriffen werden und in Form von Stichpunkten die Buchstaben ergänzend ausfüllen sollen.

 

Graffiti-Scrabble
Namensschriftzüge

GRAFFITI - Profil

 

Freitag, den 13. Dezember 2013 

 

Teil 1

 

 

 

 

 

 

 

Materialien: 

 

- Overhead-Projektor (OHP)

- A3 Papier

- Bleistifte

- Spraydosen

 

Ablauf:


Um bei der heutigen Sitzung etwas mehr über Shakib und Munira zu erfahren, wollen wir zu Anfang Schattenprofile mit Hilfe des Overhead-Projektors erstellen und diese "Schattenköpfe" mit persönlichen Informationen füllen. Die gezeichneten Umrisse werden dafür ausgeschnitten und auf ein A3 Papier gelegt und die Ränder mit Spraydosen umsprüht. Das wiederholte Benutzen der Spraydosen und der Graffititechnik geschieht in Anlehnung an das erste Treffen, was den beiden und auch uns sehr viel Spaß gemacht hat. Das Graffiti-Namensscrabble (29.11.13) wird somit um individuelle Profile von Shakib und Munira in Form einer Graffitireihe ergänzt.

 


 

  

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