Zuhause in der Fremde
Zuhause in der Fremde

Inszenierte Fotografie: Basel

 

Requisitenliste

 

Kreide

Hocker

Rose(n)

dunkle Hose, Jacket, weißes T-Shirt

Kopfhörer

Kreuzkette

 

Skizze

 

Vorbereitung

Straßenmalkreide

Ausgedruckte Songtexte auf Deutsch und Arabisch

Hocker

Taschenlampen

Wolldecke

Fotoapparat

Stativ

Reflexion von Basels Fotoshooting, 13.6.

Wie bereits befürchtet, mussten wir die Beschriftung der Wände an der Location für Basels Foto nacharbeiten. Da wir aber alle gegen acht Uhr den Weg ins Parkhaus gefunden hatten, hatten wir genug Zeit zur Verfügung, die Wände wieder aufzuhübschen, bevor um halb neun die Fotografin Bonnie zu uns stieß. Ebenfalls um halb neun kam ein Elektriker der Uni Oldenburg, der uns zeigte, wo wir an Strom für eventuelle Lampen kommen könnten.


Das Gitter, das sich über der Nische befand, in der wir das Foto schießen wollten, hatten wir bereits mit Kapa-Platten und Woll- decken soweit abgedeckt, dass nur noch am Rand Licht durchfallen konnte, welches die Wände ein wenig aufhellte, sodass die Schrift zu lesen war. Dieses gewünschte Tageslicht bereitete jedoch auch Probleme. Zunächst versuchten wir Basel, bzw. anfangs noch Herrn Robbers, der als Lichtdouble fungierte, mit externen Blitzlichtern aufzuhellen. Das Blitzlicht war jedoch so hell, dass der Hintergrund plötzlich zu dunkel und die Person auf dem Bild völlig überstrahlt war. Für die anderen Lampen, die die Fotografin noch dabei hatte, war zu wenig Platz. Zudem hätten sie ein zu diffuses Licht erzeugt. Unser Wunsch war jedoch, nur den sitzenden Basel anzuleuchten. Im besten Falle so, dass seine linke Gesichtshälfte beleuchtet und die rechte etwas schattig ist, man aber beide Augen gut sehen kann.

Ein weiteres Hindernis war die Neonlampe des Parkhauses, deren Licht Basels Ge- sicht sehr rot- orange verfärbte, was uns allen nicht gefiel. Wir konnten sie jedoch nicht abdecken oder abkleben, sodass letztlich Abdullah und Bente auf Hocker stiegen und eine große, lichtdichte Wolldecke als „Fahne“ so hochhielten, dass das Licht der Neonlampe das Gesicht von Basel nicht mehr treffen konnte.

Nachdem die Kapa-Platten noch diverse Mal verschoben worden waren und Anna einen Reflektor besorgt hatte, der mit viel Fingerspitzengefühl gerade eben außerhalb der Bildkante positioniert werden konnte, erhielten wir am Ende endlich eine Beleuchtungssituation mit der wir sehr zufrieden waren. Natalie drapierte noch die Rosenblätter und dann konnte das eigentliche Shooting losgehen. Der Aufbau dauerte also sehr lang. Das Foto selbst war nach wenigen Schüssen im Kasten. Als wir begannen, Kabeltrommeln aufzurollen, Blütenblätter wieder einzusammeln und Natalie und die Jungs kurz davor waren, die Kreide von der Wand zu wischen, fiel Anna auf, dass wir die Kopfhörer vergessen hatten. Ein ziemlicher Faux pas – gerade noch rechtzeitig bemerkt.

Die Blütenblätter wurden noch ein zweites Mal drapiert. Basel musste sich wieder in Position setzen und die Fotografin drückte noch ein paar Mal auf den Auslöser. Varianten des Kamerawinkels oder ähnliches waren bei uns nicht von Nöten. Bildausschnitt, Kameraposition und der Blick von Basel waren perfekt einstudiert und wir waren alle sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Arbeit mit der Fotografin war sehr entspannt bis lustig. Abdullah und Basel haben engagiert mitgearbeitet, und dass obwohl Abdullah die herumirrenden Frösche in der Nische nicht geheuer waren und die Arme beim Halten der Wolldecke recht schnell müde wurden. Basel war sehr konzentriert und versuchte die Anweisungen der Fotografin zu Körperhaltung und Blick gut umzusetzen.

Nachdem die Kreide von der Wand gewischt und alle Materialien wieder eingepackt waren, legten wir eine kurze Kaffeepause in der Cafeteria ein und machten uns dann auf, Abdullahs Foto zu schießen, was, wie sich noch herausstellen sollte, im Vergleich zu Basels ruhigem und sehr präzisen Foto ein richtiges Actionshooting werden würde.

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