Zuhause in der Fremde
Zuhause in der Fremde

Projektwoche                    09.02.-12.02.2016

Dienstag, 09.02.2016

1. Phase: Thema: In-Erinnerung-Rufen der Bauernhof- und Tierheim-Besuche der letzten zwei Wochen

Methode: Es werden Din-A4-Blätter mit halbseitig aufgedrucktem Foto von den Besuchen vor Ort ausgelegt, die bestimmte kennen gelernte Tiere und Eindrücke zeigen. Die SuS sollen einzeln rumgehen und zu möglichst vielen der Bilder etwas schreiben oder malen - was oder vielleicht sogar wen sie sehen, was sie noch darüber wissen, wie ihre Eindrücke waren, was sie darüber hinaus noch interessieren würde, evtl. Sonstiges. Anschließend werden die Zettel an der Tafel befestigt und kurz zusammen darüber gesprochen.

Zeitplanung: ca. 30 Minuten

 

Reflexion:

Der erste Tag der Projektwoche lief sehr gut an. Die SuS waren alle vergleichsweise motiviert angesichts der Tatsache, nun ein paar Tage anstatt nur einmalig in der Woche Zeit mit uns verbringen zu dürfen. Relativ schnell haben wir uns im Klassenraum versammeln und unsere Plätze einnehmen können.

Die in dieser ersten Phase gewählte Methode war den SuS offensichtlich bisher unbekannt und warf zunächst viele Fragezeichen auf. Als wir Studenten wild die Zettel mit halbseitig aufgedrucktem Tierfoto auf den Tischen verteilten, griffen die SuS in Erwartung der typischen Arbeitsblätter direkt je zu einem und bis man sie überzeugen konnte, das Arbeitsblatt zu wechseln, aufzustehen und zu einem anderen Foto den eigenen Senf dazu zu geben, verging eine Weile und viele Diskussionen und Erklärungsversuche durch uns Studenten. Die mit ausgeteilten Piktogramm-Erklärungen halfen nur bedingt, andererseits hatten sie vielleicht auch schon etwas zu viel Rätselanteil. Nichtsdestotrotz haben wir mit Ende dieser Einheit erreicht, was wir erreichen wollten: Die SuS haben sich ein wenig mit den schon gesehenen Tieren beschäftigt und Zusammenhänge zwischen den Ausflügen herstellen können, sowie zu zuvor und währenddessen dargebotenen Inputs. Grundsätzlich war hiermit der Start in die Woche und die Einleitung in das Projektwochenthema also geschehen.

 

 

 

2. Phase: Thema: Tiere in den Herkunftsländern der SuS

Methode: Mithilfe einer Computerrecherche sollen die SuS ein Plakat/eine Collage basteln, das die Tiervielfalt in ihrem jeweiligen Herkunftsland zeigt, wie mit den Tieren umgegangen wird (Haustiere? Nutztiere?), welchen Status sie haben, wo die Tiere leben, was für Produkte durch sie gewonnen werden können, etc. Hier soll keine textmäßig umfangreiche Infotafel mit langen Computerausdrucken entstehen, sondern vor allem ein übersichtlicher künstlerischer, aber sachkundiger Blick auf Tiere in anderen Ländern geworfen werden, weshalb vor allem mit Bildern/Zeichnungen/etc. und kurzen prägnanten Punkten gearbeitet werden soll. Als Beispiel bringen wir ein Plakat der Tiere in Deutschland mit, nicht um den SuS eigene Ideen und Kreativität in der Umsetzung zu nehmen, sondern um sicherzustellen, dass die SuS eigenverantwortlich und zielorientiert am Thema arbeiten und jede/r versteht, was wir erreichen wollen. Materialmäßig soll es bunte Plakate und Papier, dicke Stifte, Schere, Kleber und (hoffentlich) die Möglichkeit etwas auszudrucken geben (vorsichtshalber werden wir aber einige Tierbilder mitbringen, damit die Arbeit nicht daran scheitert).

Zeitplanung: ca. 150 Minuten

 

Reflexion:

Danach ging es weiter in den Computerraum. Hier scheiterte es ein wenig an den institutionellen Voraussetzungen. Wir mussten leider feststellen, dass die Schulcomputerräume in Zukunft nicht für uns geeignet sind, da es einfach zu umständlich und zeitintensiv ist, allen SuS den Zugang zu PC und Drucker zu ermöglichen. Von daher wird zukünftige Computerarbeit von nun an in der Uni erledigt werden, bzw. wo es möglich ist, komplett vermieden.

Die Methode der Internetrecherche an sich war aber eigentlich gar nicht so dumm. Die SuS konnten notfalls in ihrer eigenen Sprache nach den passenden Bildern und Infos googeln, dabei lernten auch wir Studenten bzw. die begleitenden Lehrpersonen auch noch neue Worte in verschiedenen Fremdsprachen. Die Plakate wurden nach und nach immer bunter und mehr und mehr mit Tieren bevölkert und viele SuS hatten sehr viel Spaß an der kreativen Plakatarbeit und nahmen sich viel Zeit zur dekorativen Rahmung des Darzustellenden. Größtenteils ist es aber auch aus Zeitgründen nicht über eine Repräsentation einiger im jeweiligen Land lebender Tiere gekommen. Unsere mitgebrachten 'Comic'-Tierfiguren erwiesen sich wegen der schlechten Druckerlage vor Ort als arbeitsrettende Maßnahme.

Fertig geworden sind wir leider mit dieser Plakatarbeit nicht, jedoch wird es sicherlich in den nächsten Tagen der Projektwoche immer wieder die Chance geben, ein bisschen daran weiterzuarbeiten, quasi als Didaktische Reserve der Folgetage.

 

Didaktische Reserve:

Tierdomino,Tierspiele, Sonstiger Gesprächsbedarf

Mittwoch, 10.02.2016

Am Mittwoch besuchen wir die Sinnesschule am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Die Einheit beginnt um 10 Uhr und wird 90 Minuten dauern. Bei der Sinnesschule sollen durch verschiedene Stationsarbeiten die Sinne begreifbar gemacht werden.

In den restlichen 90 Minuten werden wir zunächst in Gemeinschaftsarbeit Tiere den vier Sinnen (Riechen, Hören, Fühlen und Sehen) zuordnen und anschließend ein Tierquartett spielen um die Sinne und Eigenschaften der Tiere auf spielerische Art und Weise kennenzulernen. 

 

Reflexion: 

Sinne des Menschen – Sinne der Tiere

Der Besuch in der Sinnesschule, war ein großer Erfolg. Die von der Sinnesschule aufgebauten Stationen zu den verschiedenen Sinnen, fanden bei den Schüler_innen großen Anklang und wurden konzentriert und mit Aufmerksamkeit wahrgenommen.

Nach  der Einheit in der Sinnesschule, haben wir Anhand eines, mit den Schüler_innen zusammenerstellten Schaubild an der Tafel die Sinne der Tiere erörtert. Hierfür haben wir Anfangs noch einmal die vier Sinne bildlich dargestellt und anschließend Tiere diesen Sinnen zugeordnet. Hierbei wurden die Schüler_innen aktiv mit einbezogen und haben sich gut an der Übung beteiligt. In der verbleibenden Zeit, wurden die angefangenen Poster vom Vortag weiter bearbeitet.

Donnerstag, 11.02.2016

Ein Tag rund um den besten Freund des Menschen!

Heute bekommen wir Besuch auf vier Pfoten: Mika, der Hund von Ann-Christin, wird uns den ganzen Tag begleiten. Der Tag wird heute in den Räumen der Universität stattfinden, damit die SuS dort ebenfalls im Computerraum arbeiten können. Nachdem alle Schüler und Schülerinnen ausgiebig beschnuppert wurden, starten wir mit einem Stuhlkreis in unseren Thementag. Mika wird sich währenddessen frei im Raum bewegen. In der Mitte wird eine Box aufgestellt, die mit einer Decke abgedeckt ist. Die SuS dürfen nacheinander Gegenstände blind aus dem Karton nehmen, die alle etwas mit Mika und seinem Leben zu tun haben. Nach Möglichkeit benennen die SuS die Gegenstände und erklären, wofür Mika sie benötigt. Währenddessen wird Ann-Christin etwas über Mika erzählen und natürlich auch Fragen beantworten. Streicheleinheiten für Mika dürfen dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

Wenn alle anfänglichen Fragen geklärt sind, möchten wir ins Detail gehen und noch mehr über den Hund erfahren. Dazu werden wir in 2er-Gruppen, die jeweils von einer Studentin betreut werden, ein „Lapbook“ gestalten. Dieses Lapbook muss zunächst anhand einer bebilderten Anleitung gemeinsam gebastelt werden. Dann soll es mit Leben gefüllt werden. Um zu veranschaulichen, was alles in ein solches Lapbook hineinkommen könnte, wird ein Beispiellapbook gezeigt. Verschiedenste Inhalte rund um den Hund können anhand von Büchern, einer Hunde-DVD und auch einer gezielten Internet-Recherche erarbeitet werden. Die Schwerpunkte dürfen die SuS hierbei selbst setzen. Wir möchten, dass sie sich selbst Fragen stellen, die sie mit unserer Hilfe beantworten und im Lapbook festhalten können. Es wird zur Unterstützung und Ideenfindung auch einiges Material vorgegeben, das die SuS ebenfalls bearbeiten können. Die Abstammung des Hundes vom Wolf, die Benennung einzelner Körperteile und des Gebisses werden dabei genauso thematisiert, wie die Sinne des Hundes, die der Mensch in verschiedensterweise nutzen kann. Somit knüpfen wir gerade in diesem Punkt an den gestrigen Tag, der sich rund um die Sinne drehte, an. Einige Fragestellungen lassen sich natürlich nur mit unserem Gast selbst beantworten…

Die Arbeit an den Lapbooks wird zwischendurch unterbrochen, um mit Mika nach draußen zu gehen. So ein Hund muss schließlich auch einmal Gassi gehen. Währenddessen werden wir draußen thematisieren, wie ein Hund spielt (z.B. mit einem Ball), welche Kommandos ein Hund lernen könnte und wie man einen Hund an der Leine führt. Dies kann dann im nächsten Schritt ebenfalls in den Lapbooks thematisiert werden.

Zum Ende des Tages werden wir die Lapbooks miteinander vergleichen. Welche Gruppe hat was interessant gefunden? Wurden alle „Fragen“ zu Mika richtig beantwortet? Anschließend werden wir die SuS zurück zur Schule begleiten.

Reflexion

 

Am Morgen nahm Hund Mika bereits in der Schule an unserer üblichen Vorbesprechungsrunde teil und fühlte sich unter den Studenten/innen schon sichtlich wohl. Als dann die SuS dazukamen, wurde er mit großem Hallo begrüßt und gestreichelt.

Mika und Ann-Christin machten sich dann mit dem Auto auf den Weg zur Uni und brachten viele Materialien und Bücher rund um das Thema „Hund“ mit.

Als die SuS gemeinsam mit den anderen Studentinnen unserer Gruppe eintrafen, begannen wir unseren Tag mit dem geplanten Stuhlkreis. Mika wurde neugierig beäugt, einige der SuS hatten zu Anfang große Berührungsängste und „flüchteten“ mehrmals aus dem Stuhlkreis, wenn Mika sie beschnüffeln wollte. In der Mitte des Stuhlkreises befand sich eine verdeckte Kiste, in der Mika so einiges mitgebracht hatte, was er so in seinem Hundealltag alles benötigt. Die SuS durften dann abwechselnd blind in die Kiste greifen und Dinge herausholen. Zum Vorschein kamen Futter- und Wassernapf, Spielzeug (Ball), Leckerlies, Hundebürste, Hundeshampoo, Leine, Halsband, Flohmittel (Medikament) etc. Bei jedem Gegenstand sollten die SuS erraten, wozu er benötigt wird. Der Wassernapf wurde daraufhin gefüllt, Leckerlies verfüttert, das Hundefell gebürstet und nebenbei viel gestreichelt. Auch die SuS, die sich anfänglich ängstlich zeigten, tauten immer mehr auf. Anhand der praktischen Beschäftigung mit dem Hund formulierten die SuS immer mehr Fragen. Warum hat der Hund Krallen? Wieso kann er nicht einfach die ganze Tüte Leckerlies fressen? Wie oft muss der Hund baden?

Die SuS waren sehr konzentriert und motiviert bei der Sache. Es stellte sich heraus, dass viele von ihnen vorher nicht wirklich mit einem Hund in Kontakt gekommen waren und entsprechend wenig über Hunde und deren Haltung wussten. Gemeinsam lernten wir, wie wir richtig mit einem Hund umgehen und dass dieser auch auf die menschliche Stimme reagiert. Sitz und Platz waren beliebte Manöver, die Mika schwanzwedelnd immer wieder ausführte.

So motiviert, starteten die SuS nach kurzer Erläuterung in Kleingruppen mit ihren Lapbooks. Das Basteln bereitete ihnen Spaß und sie versuchten besonders die Fragen zu Mika möglichst ausführlich zu beantworten. Dabei brauchten sie jedoch viel Unterstützung von den Studentinnen, denn das Lesen und Schreiben auf Deutsch kostet sie nach wie vor große Mühe. Sie blätterten interessiert in den Hundebüchern, besonders das Zeichnen eines Hundes wurde mit Begeisterung erledigt. Das Internet wurde in der Sitzung nicht wie geplant benötigt, da die SuS sich zunächst nur auf die bebilderten Bücher stürzten und damit sehr gut beschäftigt waren.

Die Arbeitsphase wurde zwischenzeitlich von einem kleinen Ausflug mit dem Hund nach Draußen unterbrochen, denn so ein Hund muss natürlich auch sein Geschäft verrichten. Die SuS kümmerten sich gut um ihn, nahmen ihn selbstständig an die Leine und gaben auf ihn acht. Draußen durfte dann noch ausgiebig mit dem Hund Ball gespielt werden, was alle SuS sehr begeisterte. Viele notierten diesen Punkt in ihren Lapbooks als den, der ihnen am heutigen Hundetag am meisten Spaß bereitete.

Anschließend arbeiteten die Sus weiter an ihren Lapbooks. Schnell näherte sich das Ende der Stunde. Die Lapbooks sind nicht fertig geworden, deshalb werden wir nach den Semesterferien daran weiter arbeiten. Bei der Abschlussrunde sagten alle SuS, dass Mika sie unbedingt noch einmal besuchen müsste und dass es sehr viel Spaß gemacht habe heute.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anwesenheit des Hundes für die SuS unheimlich positiv war. Wirklich alle waren konzentriert und haben sich in der Stunde eingebracht. Es entwickelten sich ganz von allein Fragen rund um den Hund, an deren Antworten die SuS auch wirklich interessiert waren. Ein Hund im Unterricht ist wirklich ein Gewinn und wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Stunde mit Mika.

Freitag, 12.02.2016

Freitag ist Masken Tag. Aus Gips werden wir Masken herstellten die wir dann anschließend bemalen, bekleben, oder anders verzieren können. Hierbei haben die Schüler_innen die Möglichkeit sich ein Tier auszusuchen welches sie durch die Maske darstellen möchten.

Mit dieser Einheit greifen wir das erarbeitete Thema Tiere wieder auf und nähern uns diesem durch einen künstlerischen Bezug. Die Schüler_innen sollen sich mit dem ausgewählten Tier intensiv auseinandersetzen.

Nach dem die Masken fertig gestellt sind, verteilen wir im Klassenzimmer verschiedene Bilder mit deutschen Wörtern drauf die zu den behandelten Tieren passen. Die Schüler_innen haben nun die Aufgabe zu ihrem Maskentier passende Bilde und Begriffe auszuwählen. Anschließend wird sich in dreier Gruppen, mit jeweils zwei Schüler_innen und einer Studentin über die Ergebnisse ausgetauscht.

 

Reflexion:

Das erstellen von Gipsmasken mit den Schüler_innen hat allen beteiligten Spaß gemacht, war jedoch auch mit viel Arbeit verbunden.

Zunächst sollten sich alle Schüler_innen in zweier Teams zusammen finden  um jeweils gegenseitig und nacheinander den Gips auf die Gesichter aufzutragen. Hier mussten wir teilweise etwas damit kämpfen die Schüler_innen bei der Stange zu halten und sie daran hindern den/die Partner_in zu ärgern auf deren/dessen Gesicht der Gips aufgetragen wurde. Anschließend mussten alle Masken zunächst trocknen und die Schüler_innen wurden solange in die Pause entlassen. Nach der Pause waren noch nicht alle Masken trocken und so kam der mitgebrachte Föhn zum Einsatz, so konnten die Schüler_innen in der Wartezeit aktiv werden und ihre Masken trocken föhnen. Manche Schüler_innen brachten jedoch nicht genug Geduld mit und  so ließen sie ihre Masken nicht lange genug trocknen, was diese brüchig werden ließ. Sinnvoll wäre es gewesen mehrere Föhns mitzubringen, sodass jeder beschäftigt gewesen wäre.

Im Anschluß an die Trockenzeit war es die Aufgabe die Masken mit Farben zu bemalen, sodass diese wie Tiermasken aussahen. Es waren einige sehr gelungene Exemplare dabei. Da all dies jedoch sehr viel Zeit in Anspruch genommen hatte, war eine Nachbereitung nicht mehr möglich und die Schüler_innen wurden mit dem Schulläuten entlassen.

Die ganze Aktion hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht, besonders da sich die Schüler_innen aufeinander einlassen mussten und dem jeweiligen Teampartner eine Gipsmaske anlegen durften. Sinnvoll wäre es jedoch für ein solches Projekt zwei Schultage einzuplanen, damit der Gips in Ruhe trocknen kann und die Kreativität nicht gehetzt wird. 

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