Zuhause in der Fremde
Zuhause in der Fremde

Projektwoche 17.2.-20.2.2015

Dienstag, den 17.02.2015

 

 

Planung

 

Für den ersten Tag der Projektwoche steht zunächst einmal ein Besuch bei IBIS e.V. in der Klävemannstraße 16 an.  Der Verein setzt sich für das friedliche Zusammenleben von Menschen mit verschiedener Herkunft ein und bietet diverse Programme für diese an. Demnach hoffen wir, dass die Einrichtug uns und besonders unseren Schülern viele Informationen geben kann, sodass deutlich wird, dass die interkulturelle Arbeitsstelle u.a. eine Anlaufstelle für Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund ist.

Nach der Informationszufuhr soll es weiter zum Blauschimmel Atelier e.V. gehen, wo wir zum Thema „Bildende Kunst“ selbst aktiv und kreativ werden sollen. 

 

 

Reflexion

 

Nachdem wir uns nach der ersten großen Pause der Schüler und Schülerinnen zusammen fanden, machten wir uns mit den zwei weiteren Gruppen, die sich für den Besuch bei IBIS e.V. entschieden hatten, auf den Weg.

Im IBIS e.V. angekommen, trafen wir uns zu erst mit einigen der dort tätigen Personen und setzten uns in einen Stuhlkreis. Den Schülern und Schülerinnen wurde von den Mitarbeitern erklärt, welche Angebote gegeben waren und inwieweit die Schüler und Schülerinnen diese nutzen könnten. Es war zu beobachten, dass die Jugendlichen unserer Gruppe sich beim Vortrag etwas langweilten, was nicht zuletzt daran lag, dass vielen die Anlaufstelle schon bekannt war. Da hinzu kam, dass wir eine relativ große Gruppe waren und sich die bekannten Freundesgruppen zusammen fanden, entstand eine Unruhe, die sich nichit leicht bewältigen ließ.

Nachdem genug Informationen vermittelt wurden, gingen wir zur Führung über. Hierfür wurde die komplette Gruppe in zwei übersichtlichere Teile geteilt, sodass an unterschiedlichen Arbeitsstellen angefangen werden konnte. Gezeigt wurden den Schülern und Schülerinnen die unterschiedlichen Arbeitsstellen und Tätigkeitsbereiche mit dem zuständigen Personal. Auch bei der Führung hielt sich die Begeisterung der Jugendlichen in Grenzen: Die Ungeduld war kaum zu übersehen und auch ihr Desinteresse fiel stark auf, sodass uns klar wurde, dass uns und vor allem den Mitarbeiter_innen des IBIS e.V. von der Seite der Schüler und Schülerinnen keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wurde.

Nach einer kleinen "Verschnaufpause" ging es dann rüber zum Blauschimmel Atelier e.V.. Leider lief es hier nicht so, wie es geplant war. Aufgrund der Termine der dort betreuten Gruppe fiel die kreative Arbeit aus. Demnach wurde den Schülern und Schülerinnnen nur ein Video des Wattenmeer Projektes gezeigt, um ihnen schonmal zu präsentieren, wofür sie sich in der Schule anmelden können. Leider konnte sich die Gruppe nicht zusammenreißen und ihre Aufmerksamkeit dem Projekt widmen, sodass am Ende der Vorstellung ihre Freunde sehr deutlich hervorkam.

Unser Eindruck der Langeweile, der uns direkt von Anfang an auffiel, hatte uns nicht getäuscht: Unsere Gruppe äußerte sich mit wenig Begeisterung zu dem Tag im IBIS e.V. und Blauschimmel Atelier e.V., sodass wir hofften, dass ihnen die weiteren Projekttage besser gefallen würden.

 

 

Mittwoch, den 18.02.2015

 

 

Planung

 

Da unsere Schüler und Schülerin sich beim Besuch in der Klex-Kunstschule sehr über die malerischen und zeichnerischen Tätigkeiten gefreut haben, kam der Wunsch auf, öfter in die besagte Richtung zu gehen und im künstlerischen Bereich aktiv zu werden. Zudem ist uns in der Kletterhalle aufgefallen, dass sie sich genauso gern körperlich verausgaben. Demzufolge haben wir beschlossen, in der Mitte der Woche die Hauptelemente dieser Tätigkeiten zu vereinen und mit ihnen Actionpainting zu machen. Hierbei soll der Zusammenhalt unserer Gruppe, die inzwischen aus sechs Schülern und Schülerinnen besteht, gefördert werden und ihnen ebenso die Breite der Möglichkeiten verdeutlicht werden. 

 

 

Reflexion

 

Nachdem wir uns darauf geinigt hatten, das Actionpainting im Fahrradkeller der Schule zu machen, statt draußen, fingen wir am Mittwochmorgen damit an, die Planen zu verlegen und den Rest aufzubauen. Nachdem auch die Schüler und Schülerinnen anwesend waren, wurden diese mit Mülltüten verkleidet, damit auch die Schuhe und Kleidung sauber blieben. 

Unser erster Plan, alle auf einer Tapetenfläche kreativ werden zu lassen, ging leider etwas schief. Die Schüler und Schülerinnen tobten sich komplett aus und nahmen dabei keine Rücksicht auf ihre Umgebung. Demzufolge verschmutzten sie sich nicht nur gegenseitig die nicht geschützte Kleidung, sondern auch den Boden des Kellers, sodass wir eine kleine Pause einzulegen hatten: Der Boden musste gereinigt werden, genauso wie die Materialien, neue Planen wurden verlegt und auch die zu bemalenden Tabeten waren auszutauschen. 

Nach dem Misserfolg änderten wir unsere Planung und gaben die Anweisung, sich in zweier Gruppen an einem längeren Stück Tabete ranzusetzen, was sehr gut funktionierte. Alle arbeiteten ruhig und hatten, wie wir es beurteilten, Spaß an der Arbeit. Es wurden mehrere Werke zu Ende gebracht, sodass wir darauf schließen konnten, dass die Idee des Actionpaintings den Jugendlichen - genauso wie uns - gefallen hat. 

 

 

Donnerstag, den 19.02.2015

 

 

Planung

 

 Die Freizeit- und Begegnungsstätte OT-Bloherfelde in der Bloherfelder Straße 170 veranstaltet einen Tag der offenen Tür. Anlässlich dessen wollen auch The Beans sich nicht Gelegenheit auf Aktivitäten wie Billard, Kickern und Waffeln essen entgehen lassen. Um 10 Uhr werden wir zusammen mit den anderen Teams erwartungsvoll vor der Tür der Einrichtung stehen und gucken, was der Tag bringt. Den Schülern und Schülerinnen soll deutlich werden, dass auch bei ihnen in der Nähe weitere Freizeitmöglichkeiten bestehen, die sie auch in Anspruch nehmen können. 

 

 

Reflexion

 

Der Donnerstag fing bei uns etwas träge an: Die Jugendlichen schienen etwas unmotiviert zu sein und hatten nicht wirklich Lust, zur OT-Bloherfelde zu gehen - bis wir dort antrafen!

Selbstverständlich stürzten sich alle direkt auf die vorhandenen Computer, den BIllard-Tisch und den Kicker, um sich dort auszutoben. Erst war jedoch ein Rundgang geplant und auch hier hatten vor allem die Älteren kein großes Interesse dran, hörten aber nach einigen Verwahnungen aufmerksam zu. Nachdem dieser Teil beendet war, hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, alle Freizeitangebote auszunutzen und genau dies wurde auch getan.

Während die Jüngeren sich am BIllard spielen und Kickern ausprobierten, setzten sich die Älteren zu uns, um Unterhaltungen zu führen. Wir reden viel über persönliche Dinge, sodass sich alle uns öffneten und auch unter anderem Geschichten aus ihrer Heimat erzählten. Es entstand, so empfanden wir es, ein Gefühl des Vertrauens, was sich auch am Freitag durch die Aussagen der Schüler bestätigte. 

Nachdem die Zeit gekommen war, wieder zur Schule zu gehen, erkundigten die jüngeren Schüler sich nochmal über die Nachmittagsangebote und nahmen diese auch, wie sie uns am nächsten Tag erzählten, wahr.

Somit endete auch der vorletzte Tag der Projektwoche und wir gingen mit mehr Wissen über unsere Schüler und Schülerin nach Hause.

 

 

Freitag, den 20.02.2015

 

 

Planung

 

Das Horst-Janssen-Museum bietet uns am Freitag eine „Führung mit Praxisanteil“ an. Wir werden uns – zusammen mit der Kleinen Zombietitanic – die Räumlichkeiten des Museums zeigen lassen und sind im Nachhinein auf einen uns noch unbekannten kreative Aktion gespannt. Auch hier freuen wir uns auf die Reaktion unserer Schüler und Schülerin und sind gespannt, ob ihnen der wahrscheinlich neue Praxisanteil gefallen wird. 

Des weiteren möchten wir an dem letzten Tag der Projektwoche zusammenfassen, was und weshalb genau den Schülern und der Schülerin am meisten in der Projektwoche gefallen hat. Hierbei ist es uns wichtig, die Jugendlichen zu unterstützen, falls weitere Informationen oder Hilfe bzgl. der neu kennengelernten enrichtungen erwünscht werden. 

 

 

Reflexion

 

Auch an dem letzten Tag der Projektwoche trafen wir, d.h. die komplette Gruppe der Kleinen Zombititanic und unsere Gruppe, uns in der Aula der Oberschule Eversten. Nachdem alle Schüler und Schülerinnen eingetroffen waren, ging es zum Horst-Janssen-Museum, wo wir und mit einem Kunstpädagogen trafen, der für die Führung mit Praxisanteil unserer Gruppe zuständig gewesen ist.

Nach unserer Ankunft im Museum hatten wir erst noch ca. eine viertel Stunde zu warten. In dieser Zeit beschäftigten sich unsere Gruppen mit den dort ausgestellten Büchern, Kunstwerken und Postkarten. Uns überraschte das große Interesse der Gruppe an den künstlerischen Arbeiten Horst Janssens, sodass wir uns noch mehr auf die praktische Arbeit im Museum mit denen freuten.

Begonnen hat unser Programm, nachdem wir von dem Kunstpädagogen im Foyer abgeholt wurden, mit der Führung durch die Hauptausstellung Janssens. Wir alle haben einige Informationen zu den Werken und Horst Janssen selber bekommen, wodurch wir einen Einblick in seine kündtlerischen Arbeiten gewinnen konnten.  Das anfangs eher geringe Interesse, stieg im Laufe der Führung. Die Schüler und Schülerinnen begeisterten sich für einige Werke und fingen sogar an, in kleinen Gruppen über die Bilder zu reden.

Nachdem alle Bilder gesehen wurden, ging es zu dem Praxisteil über. Wir führen zusammen einige Übungen durch, wo wieder das große Interesse an Zeichnung und Malerei von der Seite der Jugendlichen auffallend war. Als die Zeit um war, hatten alle nicht die Lust schon aufzuhören, sondern waren kaum von ihren Sitzen wegzukriegen. Letztendlich gelang es uns doch, nachdem wir, natürlich dank des Angebots des Pädagogen, ihnen auch noch eine kurze Führung durch das Stadtmuseum anboten. Auch hier war die Begeisterung der Schüler und Schülerinnen nicht zu übersehen: Besonders die alten Werke und Hinterlassenschaften, die im Museum zu sehen waren, lenkten die Aufmerksamkeit der Schüler und Schülerin auf sich. 

Nachdem auch dieser Rundgang sich dem Ende zuneigte, nahmen wir alle voneinander Abschied. Für uns alle war es seltsam, die Jugendlichen für die nächsten Wochen erst einmal nicht zu sehen - was auch von ihrer Seite zu vermuten war. Wir verabschiedeten uns und bekamen letztendlich zu hören, dass vor allem die letzten zwei Tage den Schülern und Schülerinnen sehr gut gefallen haben, weil wir auf einer persönlichen Ebene mit ihnen etwas unternommen haben.

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