Zuhause in der Fremde
Zuhause in der Fremde

Gruppe II

 

Die Schülerinnen und Schüler:

Sherzad Al D. (11 J.) aus dem Irak

Zuzanna G. (11 J.) aus Polen

Saima H. (11 J.) aus dem Irak

Enjie H. (11 J.) aus Syrien

 

 

Die Studentinnen

Eva E. (Kunst, Deutsch)

Eva M. (Kunst, Deutsch)

Vivian Sch. (Kunst, Deutsch, Biologie)

Wiebke B. (Kunst, Deutsch)

Sabine R. (Kunst, Deutsch)

 

Reflexion 8. Juni 2017

Das Ziel für das letzte Treffen war es, den Seehund fertigzustellen und einen schönen Abschluss zu finden.

Das Befestigen des Seehundes auf der Platte war nicht leicht, trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat es aber geklappt. Anschließend ging es daran, den Seehund mit Müll zu präparieren, um die eigentliche Botschaft unseres Exponates zum Ausdruck zu bringen. Dazu befestigten wir ein Netz am Hals, sodass es aussieht, als hätte sich der Seehund darin verfangen. Dazu nutzen wir auch ein echtes altes Netz, dass an die Küste gespült worden war. Zusätzlich hatten wir bereits Plastikmüll gesammelt, der nun in den Bauch des Seehundes gestopft wurde und sich von dort aus auf dem Sand verteilte. Den Müll befestigten wir mit der Heißkleberpistole. Außerdem klebten wir noch einige Muscheln auf die Platte. Zwei der Schüler kümmerten sich währenddessen um die Schnurrhaare, indem sie Abschnitte von Draht schwarz anmalten.


Es war noch genug Zeit übrig, ein gemütliches Keksessen zu veranstalten. Dabei sprachen wir alle gemeinsam nochmal über das Projekt, reflektierten, was den Schülerinnen und Schülern besonders gefallen hat und was weniger. Das gemeinsame Essen war eine schöne Art, das Projekt ausklingen zu lassen. Anschließend mussten nur noch die Schnurrhaare befestigt und erneut schwarz angemalt werden. Dabei kippte der schwarze Farbtopf aus, was zu einer lustigen langwierigen Aufwischaktion führte. Eigentlich war das auch ein schöner Abschluss, weil alle mithalfen und es viel zu lachen gab. Dann verabschiedeten wir uns vorerst. Ein Wiedersehen gibt es bestimmt bei der Ausstellung.

 

 

Das letzte Treffen! 08. Juni 2017

Für das letzte Treffen mit den Kids haben wir uns Folgendes überlegt: Vorerst müssen die letzten Handgriffe an unserem Seehund erfolgen. Der Müll muss an den Körper geklebt werden und anschließend muss alles auf der Platte befestigt werden, damit der Seehund transportfähig ist.

Im Anschluss an die „Arbeit“ wollen wir dann unseren Projektverlauf noch einmal Revue passieren lassen. Dies wird in Form eines „1, 2 oder 3“ Spiels erfolgen. Dazu stellen wir den Kids Fragen zu Sachen, die wir gemacht haben, wie zum Beispiel zu den Themen Plastikmüll, Seehund und Meer. Die Kids müssen sich dann den drei Antwortmöglichkeiten zuordnen.

Zum Abschluss möchten wir das Projekt mit den Kids ruhig ausklingen lassen. Dazu wollen wir uns bei gutem Wetter nach draußen setzen, gemütlich ein paar Kekse essen, wenn möglich über schöne Erlebnisse aus dem Projekt sprechen oder ein, zwei kleine lustige Spiele spielen. 

Reflexion 01. Juni 2017

Heute haben wir richtig was geschafft! Wir haben den Kopf am Pappmachée-Seehund befestigt und den ganzen Seehund bemalt. Nun sieht er ziemlich „lebensecht“ aus!

Zudem haben zwei unserer Kids den bunten Plastikmüll, den wir zu dieser Sitzung mitgebracht haben, aneinandergeklebt, sodass dieser in der nächsten Sitzung am Bauch des Seehundes befestigt werden kann. Währenddessen wurde auch noch ein Videodreh nachgeholt, den wir letzte Woche nicht machen konnten, da eins unserer Kids krank war.

Mit dieser Vorarbeit können wir in der nächsten Sitzung nun die letzten Feinschliffe machen und unser Kunstwerk vollenden.  

Planung für den 01. Juni 2017

Heute wollen wir weiter künstlerisch an unserem Seehund arbeiten! Wir werden den Kopf und Körper farbig und mit einer Strukturpaste gestalten, den Kopf mit „Augen“ versehen und die „Sandbank“ für unseren Seehund bauen. Die „Sandbank“ soll aus Sand von der Nordsee und einer Holzplatte bestehen.

Danach werden wir auch noch unseren gesammelten Plastikmüll mit der Heißklebepistole verbinden und am Bauch/Magen des Seehundes befestigen. Für unsere Bewegungs- und Erholungspausen haben wir wieder mehrere Bewegungsspiele vorbereitet, die wir draußen mit den Kids spielen möchten.

Reflexion vom 18. Mai 2017

Das heutige Treffen mit den Kids lief viel besser als beim letzten Mal. Die Gruppe war wesentlich ausgeglichener und konzentrierter. Die gesamte Stimmung war viel besser und wir konnten gemeinsam produktiv arbeiten, sodass wir das heutige Ziel erreicht haben und den Körper des Seehundes fertig gebaut haben! Hierfür haben wir alle Gliedmaßen miteinander verbunden und den gesamten Körper unseres Exponates erneut mit einer Schicht Pappmaché überzogen. Zusätzlich haben wir es geschafft, mit den Kids noch keine Videos für das "Endergebnis" zu drehen.

Zukünftig werden wir die häufigeren Pausen- und Erholungsphasen beibehalten und verstärkt mit den Kids Bewegungsspiele durchführen, da die Kids heute eine deutlich bessere Konzentrationsfähigkeit gezeigt haben! 

Planung 18. Mai 2017

Aufgrund der Erfahrungen in der letzten Woche wollen wir von nun an vermehrt Spielpausen einbauen und gemeinsam an die frische Luft gehen, um Konzentrationsprobleme vorzubeugen und für mehr Abwechslung und Spaß zu sorgen. Dennoch müssen wir auch in dieser Sitzung das Exponat und die Fertigstellung fokussieren. Im Mittelpunkt steht auch diesmal die Arbeit am Seehund. Wir wollen weitere Schichten Pappmaché auftragen, da insbesondere am Rumpf noch mehr Stabilität hergestellt werden muss. Auch die kleinen Gliedmaße werden wir noch verstärken bzw. detaillierter gestalten (z.B. den Kopf).

Zudem haben alle die Aufgabe erhalten, Plastikmüll zu sammeln. Diesen wollen wir zusammentragen und - eventuell auch nur mit der Hälfte der Gruppe – daran arbeiten, wie dieser zusammengestellt und am Seehund geformt werden kann. Wenn die Zeit es zulässt, wollen wir mittels einer Heißklebepistole mit dem Verkleben des Mülls beginnen.

Reflexion 11.Mai 2017

Die heutige Sitzung sollte sowohl die Nachbereitung unserer Exkursion in die Seehundaufzuchtstation, wie auch den Beginn der praktischen Arbeit an unserem Exponat zum Gegenstand haben. Zunächst reflektierten wir in einem offenen Gespräch und mit unterstützendem Bildmaterial den Ausflug nach Norden und vor allem die Erfahrungen in der dort besuchten Seehundaufzuchtstation. Es zeigte sich, dass es den Kids sehr gefallen hat, Seehunde in Realität zu sehen. Erwähnt wurden u.a. der ausgestopfte Seehund, den die Kids streicheln konnten, wie auch das Interview mit dem Personal, bei welchem die Kids selbst Fragen stellen konnten. In einem nächsten Schritt sprachen wir mit der Gruppe über die geplante Ausstellung und darüber, was wir zu dieser beisteuern wollen. Für die Erklärung des Formats ,Ausstellung’ hatten wir illustrierendes Material dabei. Dies war wichtig, da die Kids wie zu erwarten nur wenig Erfahrung mit Ausstellungen bzw. Ausstellungsräumen haben. Gut war, dass wir auf unsere eigenen Ausflüge in Museen bzw. Ausstellungen im Laufe der letzten Monate verweisen konnten und die Kids so auch ein Gefühl dafür bekamen, wofür wir in den kommenden Sitzungen arbeiten werden. Da bis zur geplanten Fertigstellung nicht mehr Zeit ist, fingen wir zügig mit dem Bau des Exponats an.

Ziel ist es, einen Seehund zu bauen. An dessen Magen soll eine Öffnung entstehen, durch welche Plastikmüll sichtbar wird, der zudem schon aus dem Magen hinausragt. Damit wollen wir auf das Thema der Plastikverschmutzung in der Nordsee und die Auswirkungen für das Tier hinweisen. Zunächst näherten wir uns über die von allen gemeinsam gebastelten Collage dem Körper der Seehunde an. Im Vordergrund stand die Frage nach Formen und Proportionen. Auch klärten wir die Größe des Exponats ab. Gemeinsam bogen wir aus einem Drahtgeflecht (Kaninchendraht) die verschiedenen Gliedmaßen. Lediglich der Kopf wurde mit Hilfe eines Luftballons und Pappmaché geformt. Über das Drahtgeflecht wurde zunächst Kreppband gewickelt und anschließend wurden mehrere Schichten Pappmaché aufgetragen.

Bei der praktischen Arbeit erwies es sich als wichtig, jeweils direkt mit den Kids zu arbeiten, die einzelnen Schritte zu besprechen bzw. zu zeigen. Ersichtlich wurde auch, dass das handwerkliche Arbeiten den Kids viel abverlangt und sie gelegentlich mehr Pausen brauchen, in denen sie sich frei bewegen können.

Wir basteln einen Seehund Planung 11. Mai 2017

Nachdem wir letzte Woche eine Exkursion zur Seehundaufzuchtstation nach Norddeich gemacht haben, wollen wir uns nun vorerst mit der Nachbereitung dieser beschäftigen. Im Anschluss wollen wir dann beginnen, uns mit der Wanderausstellung und dem dazugehörigen Exponat zu beschäftigen.

Zu Beginn fragen wir die Kinder, wie ihnen die Seehundaufzuchtstation gefallen hat. Dies untermalen wir bildlich, indem wir ihnen ein paar der Fotos und Videos zeigen, die wir letzte Woche gemacht haben. Sie sollen dann versuchen uns zu beschreiben, was ihnen am besten gefallen hat woran sie sich noch so erinnern können. Um die Ergebnisse festzuhalten soll im Anschluss die Collage von letzter Woche zum Thema Seehund mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen ergänzt werden.

Nachdem die Exkursion nachbesprochen wurde, wollen wir den Kids erklären, dass wir uns von nun an auf die Wanderausstellung vorbereiten werden, indem wir ein Exponat und ein Video erstellen. Dies wird mit Hilfe von Bildern geschehen. Das Exponat, welches wir ausstellen wollen, soll ein Seehund sein, der aus verschiedenen Materialen wie Pappmaschee, Kaninchendraht usw. besteht. Aus dieser Figur soll dann Plastikmüll herausquellen, als Zeichen dafür, das Plastikmüll im Meer den Tieren, wie z.B. dem Seehund, sehr schadet.

Zu Beginn werden wir dazu gemeinsam mit den Kids Zeichnungen anfertigen, wie das Exponat aussehen kann. Im Anschluss daran kann begonnen werden, aus mehreren Materialien wie Kaninchendraht, anderen Verpackungen, Zeitungen und Tapetenkleister eine Seehundähnliche Figur zu formen.

Für den Fall, dass sich an diesem Exponat nicht alle Kinder gleichzeitig beteiligen können, werden wir zwischendurch (wahlweise im Anschluss) auch noch an dem Video arbeiten, welches zusätzlich zum Exponat in der Ausstellung gezeigt werden soll. Dazu haben wir uns überlegt, dass sich die Kinder zu Beginn des Videos einzeln in ihren jeweiligen Sprachen vorstellen sollen. Dazu sollen die Kids dazu auf ihren eigenen Sprachen einen Steckbrief zu sich selbst erstellen, aus dem hervorgeht, wie sie heißen, woher sie kommen, was ihre Hobbys sind usw.. Dieser Steckbrief soll im Anschluss von ihnen selbst vorgelesen und aufgezeichnet werden. Da sowohl das Exponat als auch die Steckbriefe vermutlich nicht innerhalb der ersten Sitzung fertiggestellt werden, werden wir diese in der Schule lagern und bei den nächsten Treffen weiter bearbeiten. 

Reflexion Seehundstation 04.05.17

Der Ausflug zur Seeundstation Norddeich war für uns alle ein tolles Erlebnis.

Mit dem Zug fuhren wir aus Oldenburg nach Norddeich Mole, um dann über den Deich Richtung Station zu spazieren.

In der Seehundstation angekommen, beobachteten wir die erste Zeit die Kegelrobben, die in den Fotos unten zu sehen sind. Danach machten wir einen lockeren Rundgang durch die Ausstellung. Hier war ein Highlight das Streicheln eines präparierten Seeundes, da das Fell im trocknen Zustand sehr weich ist.

Insgesamt ist die Ausstellung mit ihren vielen unterschiedlichen Medien abwechslungsreich gestaltet.

Die Fütterung wurde durch eine Rede mit vielen Informationen untermalt, die durch den Gebrauch eines Mikrofons und einfacher Sprache auch für die SuS zu verstehen war.

Im Anschluss gelang es uns ein kurzes Interview mit einem Mitarbeiter der Seehundstation zu arrangieren. Hier konnten die SuS ihre Fragen zu den Seehunden und Kegelrobben als auch zur Station stellen.

Nach diesem Besuch haben wir beschlossen bei der nächsten Sitzung mit dem Bau unseres Exponates zu beginnen und unser Filmmaterial zu sichten und zu erweitern.

04.05.2017 Seehundstation Norddeich

In der Seehundstation Norddeich zieht ein Team von Profis und Ehrenamtlichen verwaiste Seehunde, auch „Heuler“ genannt, auf, bis sie wieder in die Nordsee zurückgebracht werden und dort überleben können. Die Station bietet neben dem Beobachten der Pflege der Meeressäuger auch Ausstellungen und Veranstaltungen an rund um das Thema Wattenmeer, Meeressäuger und Küstenschutz. 

Die SuS werden von uns durch die Station und die Ausstellungen geführt, sodass wir den Wissensinput auf unser Ziel hin ausrichten können. Sie dürfen filmen und fotografieren, damit sie Ihre Erfahrungen und Wissenswertes festhalten können.

Um 11 Uhr werden wir uns die Fütterung ansehen. Danach hoffen wir auf ein kurzes Gespräch mit dem/derjenigen, der/die die Fütterung durchführt, um das geplante Interview abzuhalten.

Auf dem Rückweg kann das Material gesichtet und gesichert werden.

Reflexion 27.04.2017

Das Thema Seehunde hat die SuS begeistert. Als ein Film gezeigt wurde, der direkt in der Seehundaufzuchtsstation Norddeich gedreht wurde, haben sich die SuS sehr darüber gefreut zu sehen, wohin der Ausflug geht. Sie begriffen, dass auch sie Seehunde sehen werden und waren ab diesem Zeitpunkt konzentriert und aufmerksam während der Filme.

Begrifflichkeiten wie "Heuler" wurden hier schon erklärt und wiederholt, so dass wir davon ausgehen, dass sie diesen Begriff auch beim Besuch der Station noch kennen.

Das "Plastikmüll - Spiel" kam, wie beim letzten Mal, gut an. Wir spielten mehere Runden. Es fiel auf, dass die SuS sehr unterschiedlich auf ein "Verlieren" oder  "Aussetzen" innerhalb einer Runde reagierten. Auch ein gelegentliches Schummeln musste unterbunden werden, jedoch konnten wir nach kurzen Erklärungen ein faires Spiel weiterführen.

Im Anschluss gestalteten wir eine Collage zum Thema Seehunde. Diese kann über die nächsten Wochen noch erweitert werden. Auch der Unterschied zur Kegelrobbe wurde deutlich gemacht. Die Aufgabe eine Collage zu gestalten schien zu offen formuliert worden zu sein, da die SuS Schwierigkeiten hatten anzufangen und zu verstehen, was genau sie tun sollen. Für die Zukunft werden engere und kleinschrittigere Aufgabenstellungen formuliert.

Darüberhinaus haben die SuS Fragen zusammengestellt, die in einem Interview mit einem Pfleger der Station am kommenden Donnerstag vorgetragen und gefilmt werden sollen. Dass so viele Fragen entstanden sind, zeigt das große Interesse an diesem Thema.

Nachdem die Buszeiten für das Ankommen am HBf Oldenburg geklärt worden sind, wurde die Sitzung mit Vorfreude auf die nächste beendet.

 

Planung für den 27.04.2017- Seehunde kennenlernen! 

Das Thema für unser Treffen am 27.04.2017 lautet: Der Seehund! Da wir uns in der darauffolgenden Woche eine Seehundaufzuchtsstation in Norddeich ansehen werden, möchten wir zusammen mit den Kids die Tiere kennenlernen. Hierfür haben wir mehrere Videosequenzen vorbereitet und zusammengeschnitten, die sehr anschaulich sind, die ersten wichtigen Begrifflichkeiten einführen und einen Eindruck von der Lebensweise, den Nahrungsquellen, dem Lebensraum und den charakteristischen Eigenschaften der Seehunde liefern. Daraufhin sollen die Kids aus mehreren von uns ausgedruckten Fotografien und Bildern eine Collage zum Seehund anfertigen, in der sie ihre Eindrücke, die neu erhaltenen Informationen aus dem Video, möglicherweise auch ihr Vorwissen und wichtige Begriffe zu dem Themengebiet einbauen dürfen. Die Collage kann mit dem von uns zur Verfügung gestellten Bildmaterial angefertigt werden oder auch durch eigene Zeichnungen/ Skizzen und Textfragmente erweitert werden. 

Anschließend werden wir erneut die Problematik „Plastik im Meer“ aufgreifen. Hierzu hatten wir bereits am 08.12.16 mit den Kids gearbeitet und sie für das Thema sensibilisiert. Bei diesem Treffen hatten die Kids besonders viel Spaß an dem von uns konzipierten Spiel zu Plastikmüllpartikeln im Magen von Tieren. Hierdurch hatten die Kids trotz der sprachlichen Barrieren sehr schnell verstanden, dass Plastikpartikel von Lebewesen nicht verdaut werden können, der Magen zunehmend durch Plastik gefüllt wird, hierdurch kein Platz mehr für echte und lebensnotwendige Nahrung zur Verfügung steht und die Tiere hierdurch sterben und verhungern. Dieses Spiel haben wir nun modifiziert und auf den Seehund übertragen, um einerseits das erworbene Wissen wieder zu aktivieren und um den Kids bewusst zu machen, dass Plastikmüll und Mikroplastik ebenfalls für den Seehund problematisch sind. Darüber hinaus haben wir das Spiel um einige Einflussfaktoren in Bezug auf den Menschen ergänzt und hoffen, dass die Kids genauso begeistert und motiviert wie beim letzten Mal sind und für mögliche Fragen inspiriert sind! Nach der Spielrunde wollen wir gemeinsam mit den Kids Fragen sammeln und konzipieren, die wir dem/der Wissensvermittler/in bei der Seehundaufzuchtstation in Norddeich stellen können. Unser Ziel ist nämlich, dass die Kids auf unserem Ausflug in der darauffolgenden Woche ein Interview eigenständig durchführen und dies auch aufzeichnen! 

Reflexion Klimahaus Bremerhaven am 23.02.17

Heute waren wir mit den Kids im Klimahaus Bremerhaven. Dort sind wir mit dem imaginären „Axel“ von Bremerhaven aus den Längengrad 8°34` Ost über Italien, Afrika, die Antarktis, Samoa und Alaska, wieder zurück nach Deutschland gereist und haben währenddessen erfahren, welches Klima in den einzelnen Orten herrscht. Durch die anschauliche Aufmachung konnten wir und die Kinder tatsächlich nachempfinden, wie es sich wohl in der Antarktis bei Minusgraden anfühlt oder im Gegenteil dazu in der Wüste, bei ca. 40°.

Neben den Temperaturunterschieden gab es zur Begeisterung der Kids auch echte Tiere zu entdecken, wie Fische, Schlangen, Schildkröten und kleine Äffchen. Die ganze Ausstellung ist für die Kinder sehr anschaulich gewesen. Gut war, dass man ohne viel Sprache und Erklärungen ausgekommen ist, da die Kinder alles anschauen, anfassen oder miterleben konnten. Trotzdem haben wir uns zwischendurch mit unserer Gruppe zusammengefunden und ihnen erklärt, worum es in den einzelnen Ausstellungsräumen geht. Dies hat jedoch nicht immer geklappt, da die Kinder meist schon viel schneller waren als wir, da sie wissbegierig in die nächsten Räume gestürmt sind, um zu schauen, was dort auf sie wartet. Einer der Ausstellungsräume befasste sich sogar mit dem Thema Müll im Meer, ein Bereich, mit dem wir uns schon ausgiebig beschäftigt haben.

Insgesamt war der Tag eine gelungene Exkursion, die sich gut in das Thema, welches wir behandeln, eingefügt hat. 

Planung für den 23.02.17 - Exkursion in das Klimahaus Bremerhaven

Drei Wochen sind seit unserer ersten gemeinsamen Exkursion nach Greetsiel vergangen. An diesem Donnerstag brechen wir mit den Kids ein weiteres Mal auf, um das Klimahaus in Bremerhaven zu besuchen. Bevor wir die Ausstellung anschauen, werden wir den Kids kurz die Geschichte hinter den verschiedenen Stationen erklären. Damit dies nicht zu abstrakt bleibt, werden wir die Reise um die Welt an einem Globus vor Ort veranschaulichen. Hierbei möchten wir unsere Gruppe insbesondere auf die großen Aquarien an der Station „Samoa“ hinweisen, die zwar ebenfalls Fische und andere Meeresbewohner beherbergt, sich aber grundlegend von bisher behandelten Lebenswelten in Gewässern unterscheidet. Da der Ausstellung in Bremerhaven nachgesagt wird, eine besondere Erfahrung mit interaktiven Elementen zu bieten, sind wir sehr zuversichtlich, dass der Besuch unseren Kids Spaß machen wird und sich die Verständigungsprobleme aufgrund des vielfältigen Angebots an Sinneswahrnehmungen in Grenzen halten werden.

02.02.17 Reflexion Greetsiel

Heute waren wir auf „Exkursion“ und besuchten mit dem Bus das Nationalparkhaus des NABU in Greetsiel. Dort bekamen wir eine Führung durch die kleine Ausstellung. Zu Beginn wurden wir und die Kinder in das Thema der Gezeiten eingeführt – dazu wurden uns Bilder, ein Globus und eine Zeichnung gezeigt, auf der das Prinzip von Ebbe und Flut verdeutlicht wurden. Hierbei lag der Fokus natürlich vor allem auf dem Wattenmeer, welches wir heute leider nicht besuchen konnten.

Anschließend wurden uns einige Vögel gezeigt. Diese, wurde uns erklärt, finden im Watt Nahrung und machen aufgrund dessen auf ihrem Weg vom Norden in den Süden – und umgekehrt – stets wieder Halt am Wattenmeer, um sich genügend Energie für den weiteren Weg „anzufressen“.

Zum Schluss wurden uns noch lebendige Krebse gezeigt, die die Kinder sogar auf die Hand nehmen durften – auch wenn einige sich zuerst nicht trauten war das wohl das kleine Highlight der Kinder in dieser Ausstellung.

Nach dem Besuch der Ausstellung hatten wir noch ein wenig Zeit einen kleinen Spaziergang zu machen und uns Greetsiels Hafen anzuschauen.

Die Kinder haben in der Ausstellung und auch am Hafen fleißig Bilder gemacht, die wir später gut verwenden können. Auch die Vorbereitung in der vorherigen Stunde hat dazu beigetragen, dass die Kinder einige Dinge wiedererkannt haben. Schade war, dass wir weder das Watt noch das Meer auf unserem Ausflug sehen konnten. 

02.02.17 Greetsiel

An diesem Donnerstag besuchen wir den historischen Ort Greetsiel und erhalten eine Führung durch das Nationalparkhaus-Greetsiel des NABU.
Das Nationalparkhaus bietet eine Ausstellung zum Thema "Buten und Binnen", also "Drinnen und Draußen" und behandelt das Thema "Natur vor und hinterm Deich" sowie das Wattenmeer. Auf diese Themenbereiche haben wir unsere Gruppe mit den vorangegangenen Sitzungen im Wattenmeer-Lernlabor, im Landesmuseum im Aquarium und mit dem Miniatur-Deichbau in der letzten Woche vorbereitet. So erhoffen wir uns, dass die Eindrücke an diesem neuen Ort gut verarbeitet werden können und das Verständnis für die Inhalte der Ausstellung gefördert wird.
Im Anschluss steht noch nicht fest ob der Ort Greetsiel oder das Wattenmeer erkundet wird. Für beide Fälle werden die SuS Ipads als Dokumentationswerkzeug bekommen. Aufgabe wird es sein ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen anhand von Fotos und Videos festzuhalten.
Wir stehen den SuS mit Ideen zur Seite. Bspw. wünschen wir uns, dass ebenso Geräusche und Fotos des Wattschlicks, des Meeres oder der Möwen uvm. aufgenommen werden und geben diese Einschübe in passenden Augenblicken zu bedenken.

Grundsätzlich geht es darum, dass die SuS Spaß daran entwickeln diesen neuen Ort zu entdecken.
In zukünftigen Sitzungen werden wir aus dem gesammelten Material ein Fotoalbum, eine Fotostory, einen Puppet Pal Film oder eine kleine Doku zusammenstellen. Darüber entscheiden wir gemeinsam mit den SuS nach Sichtung des Materials.

Reflexion für den 26.1.17

Beim Basteln erkannten die Schülerinnen und Schüler einige Objekte und Tiere wieder, die wir auch in vorherigen Sitzungen thematisiert hatten. Dies zeigte uns, dass anschauliche Inhalte auch bei ihnen ankommen und im Gedächtnis präsent bleiben.  Auf diese Weise wurde das Thema Deich gut in die vorherige Thematik eingebunden.  

Es war gut, dass wir beim Basteln das Panorama von Greetsiel verwandten. So konnten wir den Schülerinnen und Schülern einfach erklären, wohin der Ausflug nächste Woche geht. Nach der Einführung in das Thema Deich ging es dann nach draußen, um Material für eigene Versuche des Deichbaus zu sammeln. 

Das Sammeln der Materialen an der frischen Luft bot eine willkommene Auflockerung.  

Die Schülerinnen und Schüler hatten ein unterschiedliches Vorgehen beim Bau ihres Deiches und nutzten verschiedene Materialen. Allen Deichen war gemeinsam, dass die oberste Schicht das Innere des Deiches abdichtete und festigte, was durch die Verwendung von Frischhalte- oder Aluminiumfolie erreicht wurde. An diesen Überlegungen der Schülerinnen und Schüler kann nächste Woche bei der Betrachtung des Deiches angeknüpft werden.  

Als es schließlich ans Ausprobieren ging, haben die Deiche unterschiedlich gut das Wasser zurückgehalten.  Allerdings sind alle Deiche intakt geblieben, weil sie gut verdichtet waren. Somit bot das Basteln und Testen der eigenen Deiche sicherlich ein Highlight für die Schülerinnen und Schüler und eine gute Vorbereitung auf den Ausflug nach Greetsiel.  

Planung für den 26.01.17    „Wir lernen die Küste kennen und bauen einen Deich!“

Für die heutige Sitzung möchten wir die Kids auf unseren Ausflug nach Greetsiel vorbereiten und mit dem Themenbereich Küste vertraut machen. Da wir in Greetsiel im Nationalparkhaus eine Führung durch die Ausstellung bekommen, ist es uns wichtig, dass die Kids eine Vorstellung von der Küste und dem Wattenmeer als Lebensraum erhalten, wichtige Begriffe und Tiere bereits kennen und ein nützliches Vorwissen haben. Aufgrund der bisher gesammelten Erfahrungen ist es in der Zusammenarbeit mit externen Wissensvermittlern wichtig, dass die Kinder, wegen den häufigen sprachlichen Verständnisschwierigkeiten, inhaltlich sehr genau vorbereitet sind.

 

Zunächst werden wir den Kids einen kurzen Film über eine Sturmflut an der Küste der Nordsee zeigen, um thematisch einzusteigen und um den Kids einen spannenden visuellen Impuls zu geben. Da das Video ganz ohne Kommentator auskommt, werden wir – wie wir es letzte Woche bereits gemacht haben – mit den Kids viel über die Bilder sprechen, Fragen stellen bzw. beantworten und manchmal das Video stoppen, um ein Verstehen des Gesehenen zu ermöglichen. Anschließend sollen die Kids durch ein Zuordnungsspiel die Lebensräume genauer kennenlernen. Hierfür haben wir Zettel vorbereitet, auf denen die Begriffe der Oberthemen „Küste“ und „Wattenmeer“ aufgedruckt sind. Nun sollen die Kids zu den Oberthemen zahlreiche unterschiedliche Fotografien zuordnen, wie einen Hafen, Deich, Schafe, Muscheln, Fischkutter, Schlick, Seerobben, Krebsen, etc. Darunter befinden sich jedoch auch unpassende Fotografien von Tieren und Lebewesen, die wir beispielsweise im Wald gefunden haben.

 

Anschließend werden wir uns intensiv mit dem Thema „Deichbau“ beschäftigen und die Kids mit dem Arbeitsauftrag nach draußen schicken, möglichst viele unterschiedliche Materialien zu sammeln, um daraus einen sicheren Deich zu bauen. Wir haben ebenfalls Material für den Deichbau mitgebracht und legen alle gesammelten und mitgebrachten Materialien auf den Tisch. Nun soll jeder Schüler aus den Materialien einen Deich planen und auf Papier skizzieren. Abschließend wird der geplante Deich getestet, die Kids können im länglichen Waschbecken im Kunstraum den skizzierten Deich bauen und durch das Aufdrehen das Wasserhahns eine Sturmflut imitieren, um zu beurteilen, ob ihr Deich die Bewohner an der Küste vor einer Überschwemmung bewahrt hätte. 

 

Wie sieht ein Deichbau bzw. ein Deich in der Realität aus? Nach dem Modellbau werden wir uns in einem kurzen Filmausschnitt von der Sendung mit der Maus mit dem Deichbau beschäftigen. Der Film gibt einen Eindruck von dem Aufwand, der ein Deichbau mit sich bringt und den verwendeten Materialien und Baumaßnahmen. Auch hier wollen wir mit den Kids ins Gespräch kommen und Fragen klären.

 

In der Abschlussrunde setzen wir uns in einen Stuhlkreis und zeigen den Kids ein Foto von einem typischen Deich auf dem Schafe grasen. Mit der Frage „Wieso sind immer Schafe auf dem Deich?“, möchten wir die Kids auf den Küstenschutz aufmerksam machen. Falls die Kids selber keine Ideen haben, dann zeigen wir ihnen das Foto von einem Rasenmäher und möchten so zeigen, dass die Schafe das Gras auf den Deichen kurz halten. Um den Aspekt zu verdeutlichen, dass die Schafe mit ihren Hufen ebenfalls den Deich fest treten, gehen wir mit den Kids nach draußen auf das Schulgelände. Dort befindet sich eine Fläche mit Sand und die Kids können dort das Huftreten der Schafe nachmachen und den Sand richtig fest treten!

 

Danach kehren wir wieder in den Kunstraum und die Kids werden über unseren Ausflug nächste Woche informiert. Dafür bringen wir eine anschauliche Karte von dem Ort Greetsiel mit und werden je nach verbleibender Zeit noch über den Ausflug sprechen und Bilder (z.B. vom Deich), welche die Kids im Zuordnungsspiel kennengelernt haben, den richtigen Punkten auf der Karte zuordnen (lassen). Im Gespräch wollen wir so deutlich machen, was wir von dem heute Gelernten dort vor Ort sehen und erleben werden.

Reflexion vom 19.1.17

Die Reflexion der letzten Sitzungen mittels des vorbereiteten Materials verlief besser als erwartet. Die SuS haben sich an alle Aktivitäten erinnert und sortierten sie nach Gefallen. Schwierig erweist sich immernoch die Kommunikation über "Warum/Wie"-Fragen. Bspw. folgen auf die Fragen "Warum hat euch dieser Tag Spaß gemacht/ Warum gefällt dir dieses Spiel/ Tier ?" lediglich simple Aussagen wie "ist gut".
Hier merkten wir, dass es nicht immer um die Frage geht, warum etwas Spaß gemacht hat. Dass wir überhaupt Spaß haben, ist ein toller Gewinn und so wird das Verständnis verschiedener theoretischer Themen schließlich dennoch vorangebracht.
Bei dem Spiel "Zeitungsschlagen" stellte sich heraus, dass es nicht lediglich der Bewegung und dem Spaß diente, sondern tatsächlich der Auffrischung der Namen und den dazugehörigen Personen. Wir werden erneut leicht verständliche Spiele in unsere Sitzungen einbetten, um die Namen oder wichtige Begriffe zu wiederholen.
Beim Abspielen des Fims wurde schnell klar, dass einige Pausen nötig sind, um das Gesehene zu verarbeiten und erklären. Glücklicherweise befand sich eine Landkarte Deutschlands und der Welt im Klassenraum, sodass wir gemeinsam die "Nordsee" verorten konnten. Dennoch schwand die Konzentration und wir entschieden uns kurzer Hand den Film abzubrechen und mit der Präsentation unseres Projektes und der Homepage zu beginnen. Leider galt hier die Aufmerksamkeit ausschließlich den Fotos und nicht so sehr dem Projekt, wodurch wir beschlossen bald eine gesonderte Phase in einer Sitzung mit dem Thema "Kunstausstellung" zu gestalten.
Bis hierher war die Sitzung sehr durchwachsen.
Als wir die Ipads und die Aufgabe mit der App Puppet Pals vorstellten, waren die SuS sehr konzentriert und arbeiteten mit großer Freude und Neugier an ihren Filmen.
Dennoch fiel es äußerst schwer eine konkrete Frage oder eine genaue Aufgabenstellung in diese Arbeitsphase einfließen zu lassen, da uns, wie so oft, die Sprachbarriere blockiert. Auch bot die App nicht die nötigen Details, um die geplante Aufgabe zu bewerkstelligen. Letztendlich sollte jeder einen oder mehrere Filme erstellen, denen man die Fähigkeiten mit dieser App ansah.
Nachdem die SuS diese App nun kennengelernt haben, arbeiten wir im Hinblick auf die folgende Sitzung an einer möglichen Aufgabe, um die SuS zu fördern.
Außerdem fiel uns bei der Arbeit mit den Ipads auf, dass Motivation und Interesse bei den SuS unterschiedlich verteilt sind und wir uns Gedanken machen möchten über interessenbezogene Aufgaben, sodass sich die Gruppe ggf. aufspalten kann.
Das abschließende Spiel Stubenhockey hat nach der langen sitzenden Arbeit fürs Ablenken und Bewegen gesorgt, musste jedoch aufgrund des bevorstehenden Endes der Sitzung abgekürzt werden.
Diese Sitzung war sehr aufschlussreich, da wir viele Anhaltspunkte gewonnen haben, wie wir mit der Sprachbarriere oder den Interessen der SuS umgehen können.

 

19.1.17 Von dem Schlaf und den Träumen der Fische - und eine filmische Reise an die Nordsee

Bei diesem Treffen werden wir in der Schule bleiben und auf unserem spannenden Ausflug in das Landesmuseum für Natur und Mensch in der letzten Woche aufbauen.

 

Im Zentrum soll dabei stehen, den SuS die Möglichkeit zu geben, nach dem Input und den sinnlichen Erfahrungen im Museum selbst gestalterisch und kreativ tätig zu werden. Auch möchten wir von den SuS wissen, wie sie den Besuch, aber auch die letzten Wochen insgesamt, wahrgenommen haben und was sie besonders interessiert.

 

Zunächst möchten wir damit einsteigen, den SuS die Homepage zu zeigen. Dies haben wir schon seit einigen Wochen im Hinterkopf und empfinden den jetzigen Zeitpunkt als geeignet, die SuS auch auf dieser Ebene etwas mehr in das Projekt einzubeziehen. Eventuell haben die SuS auch eigene Ideen und Anregungen, wie unsere Gruppenseite noch spannender gestaltet werden könnte oder was sie gerne hinzufügen würden. Auch möchten wir in einem offenen Gespräch mit den SuS über unser Projekt an sich sprechen. Bislang haben wir es vermieden, zu sehr in die Zukunft zu verweisen und bereits viel von der Ausstellung zu erzählen. Diesmal möchten wir uns jedoch detaillierter darüber mit den SuS austauschen, was sie sich von dem Projekt wünschen und ob sich ihre anfänglichen Erwartungen nach den bisherigen Treffen erfüllt oder vielleicht bereits verändert haben. Wir möchten zugleich etwas berichten über unser Vorhaben bzw. das Ziel für uns als Gruppe und welche Vorstellungen wir haben.

 

Zudem möchten wir darauf eingehen, was wir bisher schon erfahren, betrachtet, gebaut und gelernt haben. Dafür bereiten wir Abbildungen vor. Für jedes Treffen wird es einige Abbildungen des genutzten Verfahrens bzw. der angewandten Methoden (z.B.: Dinge sammeln) sowie des jeweils behandelten Themenfelds und vor allem der jeweils thematisierten Tiere geben, die dann von den SuS geordnet werden sollen: von „Gefiel mir sehr gut! /Das mag ich.“ bis „Gefiel mir gar nicht!/ Das mag ich nicht.“ (visualisiert über Abbildungen von Daumen). Die SuS sollen die Bilder auf dem Tisch räumlich anordnen. Darüber wollen wir miteinander ins Gespräch kommen, nachfragen und somit mehr erfahren über die Meinungen und Einschätzungen der SuS bezüglich der bisher bearbeiteten Themen und vor allem der kennengelernten Tiere.

 

Daran anschließend möchten wir das Bewegungsspiel „Stubenhockey“ einbauen, da wir in den vergangenen Wochen gemerkt haben, dass die SuS sehr viel Bewegungsdrang und Freude an Spielen haben. Dies soll einen Ausgleich schaffen zu den ansonsten eher „kopflastigen“ und kreativen Arbeitsmethoden bei diesem Treffen.

 

Nach dem Spiel werden wir gemeinsam Ausschnitte des anschaulichen und leicht verständlichen Films „Expeditionen ins Tierreich – Die Nordsee“ zeigen, welcher direkt an unser Schwerpunktthema „Meer/Tiere im und am Wasser“ anknüpft und den SuS sowohl bereits bekannte wie auch neue Informationen und Eindrücke bieten soll. Angeregt von dem Film möchten wir ein Anschlussgespräch mit den SuS führen, Ideen äußern lassen und evtl. Unklarheiten beseitigen.

Daran anschließend ist zwecks Auflockerung und Abwechslung ein zweites Spiel, und zwar „Zeitungschlagen“, geplant.

 

Nun möchten wir den SuS die App „Puppet Pals“ zeigen und sie die Bedienung kurz erproben lassen. Auf der Grundlage ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sowie des gesichteten Films erhalten die SuS dann die Aufgabe, zu zweit oder alleine einen kleinen Film zu einer spezifischen Aufgabenstellung selbst zu gestalten: „Was passiert, wenn Fische schlafen?“ oder „Was träumt ein Fisch?“. Diese Fragen schließen an einige der beim Museumbesuch erfahrenen Aspekte an und gehen aus den eigenen Fragen der SuS hervor, die sie letzte Woche äußerten. Zudem erhoffen wir uns mit diesen offenen Fragestellungen eine freie und kreative Gestaltung der filmischen Antworten. Das bedeutet, es geht nicht um die „richtige“ Erklärung, sondern um möglichst lustige und einfallsreiche Antworten auf die gestellten Fragen. Während der Bearbeitung stehen wir den SuS für technische und konzeptionelle Fragen oder Probleme zur Verfügung. Anschließend werden wir unsere Filme gemeinsam sichten, Fragen formulieren bzw. beantworten und abschließend ein Feedback über die Arbeit mit den iPads und der App einholen. Dadurch möchten wir erfahren, ob die SuS Freude daran haben und ob man dies auch im Hinblick auf die Ausstellung etc. einsetzen könnte. Bislang haben wir erfahren, dass die SuS viel Interesse und Freude an dem Bau von Objekten, wie z.B. unserem Vogelhaus, haben. Wie es aber um die gestalterische Arbeit an digitalen Formaten und mit Technik allgemein steht, ist uns noch nicht bekannt; wir vermuten aber, dass die SuS dem sehr aufgeschlossen gegenüber sind und viel Spaß daran haben werden.

 

 

Reflexion 12.1.17 Aquarium

Das Aquarium bietet eine Vielzahl von Wassertieren wie Fischen und Schlangen bis hin zu Krebsen und Schnecken. Besonders interessant fanden die Schülerinnen und Schüler die Schlangen. Wir hatten das Glück, eine besonders anschauliche Führung zu bekommen. Zu Anfang erfolgte eine kurze Vorstellung, zu der die Museumspädagogin sich vorstellte und auf einer großen Weltkarte ihre Herkunft und die ihrer Vorfahren auf der Karte zeigte. Reihum stellte sich so unsere gesamte Gruppe vor.

 

Die Museumspädagogin brachte Präparate mit, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gaben, die Tiere hautnah zu erleben. Die Präparate gaben die Möglichkeit, herauszufinden, wie sich Salamander und Kröten anfühlen. Ebenso durfte auch echte Katzenhaihaut berührt werden.  Wir zählten die Tiere, die besonders gut getarnt waren, bis wir alle Exemplare entdeckt hatten. Es wurden grundlegende Fragen zu den Tieren und ihrer Lebensweise geklärt.


Die Tierarten im Aquarium sind hier in der Region beheimatet. Es gab einige Salzwasserlebewesen und viele Tierarten, die in der Hunte vorkommen.  Nach dem Besuch des Aquariums wurde die Ausstellung zu den Meeresströmen in Verbindung mit der Verschmutzung der Meere besprochen. Es ging auch um Plastikmüll. Damit knüpfte der Besuch gut an die vorangegangene Thematik an.
Nach der Führung war auch noch Zeit übrig, um sich das Naturalienkabinett anzusehen. Dort bestaunten wir die große Zahl an Präparate und Skeletten von Tierarten aus der ganzen Welt.

 

12.1.17                           Besuch des Aquariums

In der nächsten Sitzung besuchen wir zusammen mit den Schülerinnen und Schülern das Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg und bekommen dort eine Führung durch das Aquarium.

Die Auseinandersetzung mit der Problematik Plastikmüll im Meer war bereits in der letzten Sitzung gut gelungen. Deshalb möchten wir uns mit den Schülerinnen und Schülern weiterhin mit Wasserlebewesen aus der Region beschäftigen. Anschließend an den Besuch des Aquariums besuchen wir noch andere Ausstellungen des Landesmuseums.

 

Nachdem wir bereits das Thema Umweltverschmutzung mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert haben, bieten sich insbesondere die Ausstellungen „Mensch und Meer – Küste und Marsch“ und „Die Hunte: Ein Fluss durch norddeutsche Landschaften“ an ebenso  wie die Präparate von regionalen Vogelarten.

Bei den Präparaten der regionalen Vogelarten kann ihr jeweiliger „Gesang“ abgespielt werden. Dies bringt die Artenvielfalt der Region auf interaktive Weise näher. Diese Artenvielfalt ist wichtig, da sie die Küste so besonders schützenswert macht. Das baut auch auf dem Thema der letzten Sitzung auf - dass sogar Vögeln mit Plastikmüll im Meer geschadet wird, da sich der Müll in der gesamten Nahrungskette verteilt.

8.12.16 Reflexion

Das letzte Treffen mit den SuS vor den Ferien sollte in erster Linie einen thematischen Fortschritt, aber auch ein stimmungsvolles Miteinander ermöglichen. Daher entschieden wir uns für mehrere Arbeitsphasen zum Thema „Plastik im Meer“ sowie eine Phase des Plätzchenbackens mit anschließender Verzierung und Verzehrung des Gebäcks. Im Vorfeld beschlossen wir, dieses Treffen bei einer Studentin unserer Gruppe zuhause durchzuführen. Dies hatte zum Einen logistische Gründe, da wir einen Backofen und genügend Platz für das Keksebacken benötigten. Zudem erhofften wir uns von dem Ortswechsel Abwechslung und ein persönlicheres Kennenlernen mit den SuS.

 

Von Beginn an zeigte sich, dass diese Entscheidung für die Atmosphäre in der Gruppe positiv zu bewerten war. Die SuS waren neugierig und gespannt, was sie an dem unbekannten Ort erwarten würde. Ausgehend von den bisherigen Erfahrungen hatten wir bereits in der Planung Wert darauf gelegt, das durchaus komplexe Thema „Plastik im Meer“ möglichst anschaulich, etwa durch Videos mit integrierten Zeichnungen, und ohne eine zu schwierige sprachbasierte Vermittlung zu gestalten. Wir wollten einen spielerischen, und doch ernsthaften Zugang zum Thema schaffen und die SuS auch bei diesem abstrakten Thema mit allen Sinnen konkret ansprechen.

 

Die vorbereiteten Materialien und Arbeitsaufträge erwiesen sich bezüglich ihrer Anschaulichkeit und ihres Schwierigkeitsgrades als angemessen. Die SuS hörten durchweg sehr aufmerksam zu. Es wurde zudem deutlich, dass sie nach einiger Zeit die Grundproblematik verstanden hatten. Dies konnten wir anhand der konzipierten Übungen und Spiele sehen, da bspw. bei der Kategorisierung von Abfall Eigeninitiative von den SuS gefragt war. Hier zeigte sich, wie wichtig es ist, theoretische Wissensvermittlung nicht frontal im Vortrag zu lösen, sondern die SuS von Beginn an spielerisch miteinzubeziehen und direkt zu adressieren. Während das Thema für die SuS anfangs noch etwas schwer zu greifen war, wuchs bereits bei der ersten Übung das persönliche Interesse dadurch, dass die SuS selbst tätig werden konnten und sich der Problematik immer mehr bewusst wurden. Auch die mitgebrachten Videos erwiesen sich als hilfreich, da sie nochmals den Alltagsbezug des Themas bildlich und auf einfache Weise verdeutlichten. Es wurde aber auch deutlich, und dies werden wir bei weiteren Planungen berücksichtigen, dass den SuS genügend Zeit eingeräumt werden muss, um den Dingen selbst auf den Grund zu gehen. Gerade wegen der sprachlichen Hindernisse ist es wichtig, nicht zu schnell voranzuschreiten, etwa indem bestimmte Aspekte durch einzelne Schüler erklärt werden und auch visuelle Eindrücke wirken zu lassen. Der „Höhepunkt“ des Treffens war das von Vivian selbst entwickelte Spiel zur Auswirkung von Plastik im Magen der Silbermöwe. Die SuS hatten sehr viel Freude an dem Spiel, sodass gleich mehrere Runden gespielt wurden. Beim abschließenden Plätzchenbacken konnten wir die SuS durch die Interaktion insbesondere als Persönlichkeiten und in ihrer Dynamik als Gruppe weiter kennenlernen. Die SuS waren sehr gewissenhaft bei der Arbeit und genossen sichtlich das Ausstechen und Verzieren.

 

Insgesamt bewerten wir das heutige Treffen als einen Erfolg für die ganze Gruppe. Wir sind gemeinsam in ein sehr komplexes Thema eingestiegen, welches aber aufgrund der Art und Weise der Vermittlung (z.B. spielerisches Experimenteren) sowie durch anschauliches Material fundiertes Wissen und Erfahrungen erlangt wurden. Bezüglich des Aufbaus hat es sich als sehr sinnvoll erwiesen, mehrere kleine Arbeitsphasen, die aufeinander aufbauen und Abwechslung bieten, zu einem größeren Themenkomplex anzubieten. Dies werden wir auch in Zukunft stärker versuchen umzusetzen. Die SuS haben durch ihre intensive und fröhliche Mitarbeit an den Übungen gezeigt, dass sie sich trotz sprachlicher Barrieren auch schwierigen Themen neugierig und wissensbegierig zuwenden, sodass wir sehr gespannt auf das neue Jahr und die gemeinsame thematische Weiterarbeit sind.

 

 

 

8.12.16 Plastik im Meer

In der heutigen Sitzung beschäftigen wir uns thematisch mit dem Umweltproblem Plastikmüll in den Meeren.  

 


1. Phase: Kategorisierung von Abfall


Hierfür haben wir zunächst mehrere Gegenstände und Bilder
von verschiedenen Arten von Müll. Hier sollen die SuS unterscheiden, welcher Müll abbaubar ist und welcher Abfall nicht. Hierfür haben wir einen roten Zettel mit der Aufschrift „nicht abbaubar/ gefährlicher Müll“ und einen grünen Zettel mit „abbaubar/ ungefährlicher Müll“ vorbereitet. Je nachdem über welches Vorwissen die SuS verfügen, sollen sie nun eine Kategorisierung des Abfalls vornehmen und die Gegenstände und Bilder den beiden Kategorien zuordnen. Falls die SuS hiermit Probleme haben, schauen wir uns zwei kurze Zeitraffer- Videos an, die jeweils den Verfall einer Erdbeere und im Vergleich dazu den„Verfall“, beziehungsweise die Nicht-Veränderung einer Plastikflasche über einen längeren Zeitraum zeigen. Nun können die SuS möglicherweise ihre Kategorisierungen überarbeiten und verändern.

 


2. Phase: Mikroplastik in der Zahnpasta


Im nächsten Schritt zeigen wir den SuS ein Video über Mikroplastik, welches deutlich aufzeigt, dass in unserer Kleidung und in Kosmetikartikeln Mikroplastik vorhanden ist, das ebenfalls in das Meer gelangt und zur Meeresverschmutzung beiträgt. Jetzt möchten wir den SuS zeigen, dass in ganz „normaler“ Zahnpasta auch Mikroplastik vorhanden ist. Die SuS lösen hierfür etwas Zahnpaste in einem Glas Wasser. Anschließend füllen sie die Flüssigkeit durch einen gebleichten Kaffeefilter und filtrieren die Mikroplastikpartikel aus der Zahnpasta! Danach kratzen wir die Partikel von dem Kaffeefilter und lassen sie trocknen. Danach zeigen wir den SuS die Inhaltsstoffe von Zahnpasta und verdeutlichen, dass unter dem Begriff „Polyethylen“ dieser Mikroplastikmüll zu verstehen ist.

Im nächsten Schritt zeigen wir den SuS ein weiteres Video über Mikroplastik und wie dieser Abfall in die Mägen von Tier und Mensch gelangt.

 


3. Phase: Verhungern trotz eines vollen Magens


Als Einstieg in diese Phase zeigen wir den SuS mehrere Fotos von Vögeln, Robben und Meeresschildkröten, die durch Plastikmüll körperlich beeinträchtigt sind. Im nächsten Schritt spielen wir mit den SuS ein Spiel, um zu verdeutlichen, dass Tiere mit viel Plastik im Magen keinen Platz für die eigentliche Nahrung mehr besitzen und deshalb verhungern. Hierfür bekommt jeder Schüler ein Spielbogen, der einen Magen darstellt, mit mehreren Feldern in die Hand und den Auftrag als Meeresbewohner Nahrung zu suchen. Auf das Kommando „Fischfang“ greifen sie in einen Beutel und nehmen sich eine Spielkarte heraus und legen dieseauf ihr Feld. Auf der Spielkarte kann entweder ein Fisch oder ein Plastikteil abgebildet sein. Auf das Kommando „Verdauung“ werden alle Spielkarten aus dem „Magen“ genommen und zurück in den Beutel gelegt, da sie verdaut wurden. Der Plastikmüll verbleibt jedoch im Magen, da er nicht verdaut werden kann. Nun geht es erneut auf Nahrungssuche und es werden mehrere Runden „Fischfang“ durchgeführt und die gesammelten „Fische“ verdaut. Derjenige Vogel, der nach mehreren Runden Nahrungssuche keinen Platz mehr für seine Nahrung hat, stirbt und scheidet aus.

 


4. Abschlussrunde 

 
Für unsere Abschlussrunde und gemeinsame Besprechung verzieren wir selbstgebackene Kekse und essen diese gemeinsam.

 

 

01.12.16 Reflexion

Im Lernlabor erfolgte zu Anfang eine kurze Einführung in das Thema Wattenmeer und Gezeiten. Obwohl diese sehr anschaulich gestaltet war, stößt man bei einem Thema wie diesem in unserer Gruppe zwangsläufig auf Verständnisprobleme, besonders wegen des fachsprachlichen Vokabulars. Glücklicherweise gab es zu den im Watt lebenden Tieren ein Modell, das eine Vielzahl der Wattbewohner in ihrem natürlichen Lebensraum zeigte.


Später durften die SuS selbst mikroskopieren. Dazu musste etwas Meerwasser mithilfe einer Pipette auf einem Objektträger platziert und anschließend mit einem Deckglas abgedeckt werden. Praktisch war es, dass die Mikroskope mit einem Display ausgestattet waren. Dies ermöglichte, die Vergrößerungen gemeinsam betrachten zu können. Hier gab es eine Vielzahl von Kleinorganismen zu bestaunen. Zu jedem Arbeitsplatz gehörten zwei Bestimmungstafeln, auf denen verschiedene Arten von Plankton aufgeführt waren.


Einige der Lebewesen, die sich unter dem Mikroskop abbildeten, konnten die SuS auch auf den Bestimmungstafeln wiederfinden. Die SuS suchten sich jeweils ein Lebewesen aus, dass sie abzeichneten und mitsamt der herausgefundenen Bezeichnung auf ihrem Arbeitsblatt eintrugen. Als nächstes wurde gebastelt.


Plankton besitzt nicht die Fähigkeit zur eigenen Fortbewegung. Trotzdem sinkt es nicht, sondern schwebt unter der Wasseroberfläche. Deshalb sollten die gebastelten Modelle möglichst langsam absinken. Im Lernlabor gab es eine Wassersäule, mithilfe derer man diese Eigenschaft überprüfen konnte. Das Basteln bereitete den SuS sichtlich Spaß, alle waren mit großem Enthusiasmus dabei.


Mit mehreren Stoppuhren konnte die Sinkdauer gemessen werden. Viele verschiedene Materialen wie zum Beispiel Knetgummi, Trinkhalme, Luftpolsterfolie, Zahnstocher und Luftballons standen zur Verfügung. So konnten die SuS immer wieder andere Materialen und Kombinationen ausprobieren, bis ihre Modelle schließlich nur noch langsam sanken. Es entstanden die verschiedensten, bunten Modelle. Das Experimentieren gefiel den SuS so gut, dass sie am liebsten länger geblieben wären.


Auch wenn die inhaltlichen Komponenten manchmal schwierig zu vermitteln waren, bot diese spielerische Auseinandersetzung eine Möglichkeit, die sprachliche Barriere zu überwinden. Somit kann der Ausflug ins Lernlabor dennoch als voller Erfolg bezeichnet werden.

01.12.16 Das dritte Treffen

Bei unserer nächsten Sitzung besuchen wir das Lernlabor Wattenmeer. Die Labore befinden sich im Institut für Chemie und Biologie des Meeres sowie im Bereich der Biologie-Didaktik der Universität Oldenburg am Standort Wechloy. Ziel dieses Lernlabor ist es, "den Interessierten die Vielfältigkeit und Einmaligkeit des Ökosystems Wattenmeer zu vermitteln, Sensibilität für die Komplexität des Systems zu wecken und somit den verantwortungsvollen Umgang mit dem Weltnaturerbe Wattenmeer zu fördern."
(http://www.lernlabor-wattenmeer.uni-oldenburg.de/index.php?punkt=1)
In einer 90-minütigen Lernsequenz können unterschiedliche Stationen und damit auch unterschiedliche Themenbereiche besucht werden. Themenbereiche wären bspw. die Fotosynthesepigmente von Algen, Plankton, die Strandkrabbe, Miesmuschel, Plastikmüll im Wattenmeer oder die Bildung von Oberflächenstrukturen im Watt.
Um unsere Gruppe zu unterstützen, werden wir an den Stationen ebenfalls teilnehmen und zwei Ipads mitführen für eventuelle Übersetzungen oder um weiteres Anschauungsmaterial zu liefern.
Auf dem Rückweg hoffen wir mit unserer Gruppe ins Gespräch zu kommen, wie ihnen das Lernlabor gefallen hat und ob sie das Thema Meer und Watt interessiert.

24.11.16 Reflexion

Das abgewandelte Spiel "Obstsalat", welches in unserem Falle zu "Waldtiere" umbenannt wurde, hat den Kindern großen Spaß gemacht und die Gruppe aufgelockert. Hieran konnten wir ablesen, dass Spiele, die vor allem auf Bewegung basieren, die Kinder motivieren und diese sie auch in ihrem Umgang mit Sprache mutiger machen. Das merkte man daran, dass sie die genaue Aussprache von Waldtieren erneut erfragten, um das Spiel auf richtige Weise voranzutreiben.
Zum Schluss der Sitzung wurde sogar um eine weitere Runde "Waldtiere" gebeten, weshalb Spiele ein Ritual in unserer Gruppe darstellen werden, um Lockerheit, Spaß und Motivation hoch zu halten.
Der Bau des Vogelhauses war trotz der vorangegangen Sitzung im Wald eine gelungene Überraschung. Schritt für Schritt konnten wir den Kindern durch Zeigen und Vormachen erklären, wie man mit Holz und Werkzeugen umgeht.
Selbst riskante Situationen, wie das Arbeiten mit einem Akkuschrauber, wurden durch genaues Zeigen und eine deutliche Sprache entschärft. Dennoch wurde uns bewusst, dass wir in solchen gefährlichen Situationen aufgrund der Sprachbarriere noch deutlicher und autoritärer auftreten müssen, um das Verständnis für etwaige Verletzungsmöglichkeiten und den Umgang mit Werkzeugen zu vertiefen.
Ebenfalls versuchten wir das Verständnis für das Vorkommen von Vogelhäusern zu erzielen und welche Vorrausetzungen an einen geeigneten Platz zu stellen sind. Mithilfe von Bildmaterial gelang uns schließlich ein Gespräch über dieses Thema, weshalb wir auch in den nächsten Sitzungen visuelle Hilfen zu Rate ziehen.
Letztendlich waren alle begeistert dieses Vogelhaus zu bauen und es aktiv zu gestalten. Auch bei der Standortbestimmung, dem Graben, Aufstellen und Lackieren, waren alle beteiligt und machten einen glücklichen Eindruck über das selbstgebaute und bemalte Vogelhaus.

24.11.16 Das zweite Treffen

Das zweite Treffen wollen wir mit einem kleinen Aufwärmspiel beginnen. Da wir letzte Woche im Wald waren, werden wir eine abgewandelte Version des Spiels „Obstsalat“ spielen. Dazu verwenden wir statt Begriffen wie Apfel, Birne und Kirsche einfach Begriffe aus dem Wald, wie z.B. Baum, Vogel und Laub.

 

Neben Bäumen, Pilzen und Eichhörnchen haben wir letzte Woche auch ein Vogelhäuschen gesehen. Dieses wollen wir in der kommenden Sitzung thematisch wiederaufgreifen. Gemeinsam mit den Kindern wollen wir eigenes kleines Vogelhäuschen bauen. Dazu besorgen wir im Voraus die nötigen Materialien und werden mit den Kindern dann folgende Schritte durchgehen: Vorerst muss das Holz mit Schleifpapier geschliffen werden. Anschließend folgt der kreative Teil, indem die Kinder jeweils eine Seite des Vogelhäuschens mit Acrylfarbe bemalen dürfen. In der Zeit, in der die Farbe trocknet, wollen wir etwas machen, was uns in der letzten Woche bei einer anderen Gruppe gut gefallen hat: Die Kinder sollen uns in der Schule herumführen und uns neben der Mensa und verschiedenen Fachräumen die Plätze zeigen, an denen sie sich in den Pausen gerne aufhalten.

 

Wenn die Farbe getrocknet ist, wird diese noch mit Klarlack besprüht. Anschließend werden die Holzteile aneinandergeschraubt. Wenn das Häuschen fertig ist, werden wir gemeinsam mit den Schüler_innen einen Platz dafür auf dem Schulhof suchen. Hier müssen die Schüler_innen darauf achten, dass wir einen geschützten Platz finden und das Häuschen zur richtigen Seite ausrichten.

 

Zum Abschluss wollen wir noch einmal zusammenkommen und reflektieren, wofür Vogelfutterstellen im Winter wichtig sind. Das „Gespräch“ gestalten wir mit kleinen Bildern, damit wir sicher sein können, dass die Schüler_innen die Thematik auch verstehen. Gleichzeitig wollen wir hier auch erfahren, ob den Kindern die Arbeit Spaß gemacht hat.

17.11.16 Reflexion

Beim heutigen Treffen haben wir zunächst, anhand von Kennenlernspielen, die Namen aller Gruppenmitglieder kennengelernt. Die Spiele haben sehr gut funktioniert und auch den SuS sehr viel Spaß bereitet. Nach den Spielen hatten wir geplant die SuS über den Wald zu befragen, um herauszufinden, welches Vorwissen sie von der Tier- und Pflanzenwelt haben und ob sie überhaupt schon einmal im Wald waren. Dabei ist deutlich geworden, dass die SuS unserer Gruppe noch große sprachliche Schwierigkeiten besitzen und sich aufgrund der geringen sprachlichen Kompetenzen, die mündliche Kommunikation auf eine reine Benennung und eine Verständigung mit „Händen und Füßen“ beschränkt. Dabei fehlen ihnen jedoch auch häufig die notwendigen Vokabeln, um sich uns mitzuteilen und von ihren Erfahrungen zu berichten. Im Austausch und durch das Zeigen von Bildern konnten wir herausfinden, dass die SuS bereits im Wald waren und einige Waldtiere, wie das Eichhörnchen, bekannt sind.

 

Daraufhin haben wir das Schulgelände verlassen und sind mit dem Bus zum Wald Wildenloh gefahren. Als wir dort angekommen sind, haben die SuS sofort gesehen und uns mitgeteilt, dass die Bäume in Deutschland viel größer sind als in Syrien und oder im Irak. Das Spiel „Bäume ertasten“ hat sehr gut geklappt und die SuS konnten erkennen, wie unterschiedlich die Struktur von Baumrinde aussehen kann. Das Sammeln von Gegenständen aus dem Wald verlief überraschend, da sich besonders eine Schülerin hierfür sehr begeistert hat, keinerlei Berührungsängste zeigte, jegliche Schüchternheit ablegte und den kompletten Schuhkarton mit Pilzen, Blättern und Früchten füllte. Die anderen Schüler wurden von ihrer Begeisterung in dem Sinne angesteckt, das sie alles Gefundene der Schülerin zeigten und die gesamte Gruppe durch den Wald lief. In dieser Phase hielten wir uns sehr zurück, ließen die SuS eigenständig den Wald erkunden und gaben ihnen Zeit und Raum für das Sammeln. In dieser Entdeckungsphase fanden die SuS einen Waldspielplatz und wollten dann dort die restliche Zeit zum Spielen nutzen. Ein Schüler war hiervon leider wenig begeistert und kapselte sich etwas von der restlichen Gruppe ab. Nach einigen Minuten machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg zur Bushaltestelle und fuhren zurück zur Schule.

 

Nach diesem ersten Treffen ist uns deutlich geworden, dass wir zukünftig unsere Treffen zwingend ohne den Einbezug der Sprachebene gestalten und viele unterschiedliche Vermittlungskanäle anregen müssen, damit wir die SuS erreichen und ebenfalls den verschiedenen Interessengebieten gerecht werden.

17.11.16 Das erste Treffen

Da sich die Konstellation unter uns Studierenden leicht verändert hat - unsere Gruppe ist gewachsen – möchten wir bei unserem ersten Treffen in der Kleingruppe die Namen wiederholen bzw. neu lernen. Dies soll im geschützten Raum der Schule stattfinden. Mittels zwei einfacher Kennlernspiele (Wollknäuelwerfen und Zipp-Zapp) möchten wir uns nochmals in Ruhe bekanntmachen. Unsere Wahl fiel auf diese beiden Spiele, weil sie Bewegung integrieren und trotz unterschiedlicher Sprachlernstände alle gleichermaßen partizipieren können.

 

Nach der Kennlernrunde verlassen wir die bekannten Schulräume und brechen in eine neue Umgebung auf. Mit dem Bus fahren wir in den Wald Wildenloh. Unser grundlegendes Konzept kann mit dem folgenden Motto beschrieben werden: „Wir lernen den Wald mit allen Sinnen kennen“. Wir sind gespannt, ob die SuS schon einmal im Wald waren bzw. den Wald kennen und welche Erfahrungen sie dort ggf. gesammelt haben. Bei unserem gemeinsamen Waldbesuch geht es natürlich nicht vorderrangig um Wissenserwerb, sondern die SuS sollen sich über verschiedene Übungen der Umgebung spielerisch annähern und primär sinnliche Erfahrungen sammeln sowie die Gruppe kennenlernen. Wie also kann das Konzept „mit allen Sinnen“ in der Umgebung des Waldes realisiert und mit der sehr wichtigen Kennlernphase verbunden werden?

 

Zunächst möchten wir Teams bilden, die aus je einer Studentin und einer Schülerin/einem Schüler bestehen. Die Augen werden verbunden bzw. je nach Bedarf nur geschlossen und man führt sich gegenseitig zu einem Baum, der in der näheren Umgebung der Gruppe steht. Die nicht sehende Person ertastet diesen Baum für einige Sekunden (Stamm und Wurzeln usw.) und wird anschließend – nach einigen Drehungen – zum Ausgangspunkt zurückgeführt. Wenn die Augen wieder geöffnet sind, soll die Person den von ihr getasteten Baum identifizieren.

In einem zweiten Schritt erstellt jede/r eine Frottage von dem jeweiligen „ertasteten“ Baum.

Anschließend erhält jede/r Schüler/in einen Schuhkarton und die Aufgabe, alles zu sammeln, was sich in dem Karton verstauen lässt (z.B. was ins Auge springt, interessant erscheint, was neu für einen ist, was sich gut anfühlt, angenehm duftet usw. ...).

Das Sammeln verschiedener Materialien (z.B. Rinde, Moos, Blätter etc.) soll nach dem Konzept der Ästhetischen Forschung die SuS dazu anregen, mit allen Sinnen die Umgebung zu erforschen und eine eigene Sammlung anzulegen. Das persönliche Sammelsurium bietet nicht nur eine thematische Grundlage, mit der wir in der kommenden Woche weiterarbeiten können, sondern wir erhoffen uns darüber hinaus, über den Inhalt der Kartons und spannende Anschlussgespräche die SuS als Persönlichkeiten näher kennenzulernen.

10.11.16 Viel Theater und ein erstes Kennenlernen

Bei dem ersten Aufeinandertreffen mit den Schülerinnen und Schülern wurden wir theaterpädagogisch betreut. Wir haben uns gemeinsam bewegt, die Augen geschlossen, mit und ohne Sprache kommuniziert, viel gelacht und auf diesem Wege die Schülerinnen und Schüler kennengelernt. Der erste Eindruck war sehr positiv: Die SuS sind aufgeschlossen, neugierig und fröhlich – wir sind gespannt auf das erste Treffen „allein“ in unserer Kleingruppe. Am Ende des ersten Treffens haben wir uns bereits in der Kleingruppe bekanntgemacht und gemeinsam ein Bild verkörpert: Was mögt ihr an der Stadt Oldenburg? Was mögt ihr weniger?

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