Zuhause in der Fremde
Zuhause in der Fremde

Unsere Projekte

Zuhause in der Fremde - Teil VII Oldenburger Orte erforschen 

 

Brainstorming

1) Bewegungsspiele/Gesten und Tanz (Meeting one) 

Gestikulieren ist eine Eigenschaft, die jedem Weltbürger_innen gegeben ist, wir zählen mit den Fingern, stehen mit dem ganzen Körper wie ein Strich in der Umwelt, der eine Eins bedeuten könnte, bewegen uns im Wind hin und her, um Ungeduld zu kommunizieren. Die Hände malen in der Luft, die Arme werden schneller und entkommen der Schwerkraft. 
Dann erfolgt der Versuch der Kommunikation, Bedeutungen werden in der Interaktion erarbeitet und Gesten wiederholt und eingeübt. 
Das Gestikulieren mit den Schüler_innen führt zu einem Rahmen, der die besondere Geste von der schnellen Bewegungswelt der vielen Eindrücke trennen kann, so wie ein „Viewfinder“, der virtuell oder aus material gebaut, das Blickfeld vorstrukturiert und den Abbildungsprozess erleichtert.   
Doch die Spiele im Raum verdeutlichen schon jetzt, die Geste lässt sich erfreulicherweise nicht einfach disziplinieren. Sie deutet an und überschreitet im Raum. 
Die Aufgabe eine Kartographie von Oldenburg zu erstellen umfasst folglich nicht einfach einen Ort oder eine “Heimat”, die Geschichte gemacht hat, unter einen allgemeinen Begriff z.B. Landschaftsmalerei oder Luftmalerei zu bringen, die 
das künstlerische Projekt zu einer Perspektive eines monoperspektivistischen deutschen Vermessungs- und Disziplinierungsexperten reduziert,  die gleichzeitig Normierungen und Hierachisierung durch die Hintertür einführt.  
Die Frage nach dem Menschen in der Fremde und Ort lässt sich nicht auf eine einzige Sicht begrenzen, genauso wie die  ästhetische Beurteilung eines Kunstwerks sich nicht auf eine Vermessungspraxis durch 12cm mal 13cm  beschränken lässt. Stattdessen denkt man an die Fragen des Philosophen Ernst Blochs in „Prinzip Hoffnung“:
“Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Die Antworten, die vielleicht Vorstellungen des Glücks, Vertreibungen, Narrationen, Erinnerungen über Orte an denen die Menschen gewesen sind, Wünsche und Hoffnungen an eine ungewisse Zukunft, Exil, und Tod beinhalten, erscheint auf keiner technisch hergestellten Karte. Sie findet sich auch nicht auf Idealbildern der Verkürzung, die schon im voraus allgemeine kitschige Fotografiegesichter eingenommen haben, sondern in anderen Bildern, die wir bereits miteinander entwerfen.

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